Am 10. September 2016 bin ich in Bangkok gelandet, um mein erstes Restaurant in Thailand zu eröffnen. Den ersten Monat verbrachte ich erst auf Koh Samui, wo man sich gut für ein paar Wochen zu Hause fühlen kann. Es war aufregend – mit jeder Menge Partys. Zwischendurch machte ich mich auf die Suche nach einem Restaurant. Natürlich muss man erst einmal alles in Erfahrung bringen, was einem im Alltag begegnet: Wo kann man den Müll hinbringen? Wo und wie Wäsche waschen? Wie geht man mit streunenden Hunden um, von denen es in Thailand wimmelt? Wie begegnet man der örtlichen Polizei?

Glücklicherweise sind die Menschen in Thailand so freundlich, dass Ausländern das Einleben leichtgemacht wird. Und so verschwanden auch bei mir die letzten Zweifel, in Thailand längere Zeit zu leben und zu arbeiten. Die Nachbarn sind die ersten, die mich immer mit einem Lächeln grüßen und mir ihre Hilfe anbieten, wenn ich ein Problem habe. Jeder ist herzlich und nett. Natürlich muss man sich auch an ein paar kulturelle Unterschiede gewöhnen: Die Zeit scheint dahin zu fließen und es lohnt nicht, sich mit jemandem zu einem bestimmten Zeitpunkt zu verabreden. Die Thai sind eigentlich immer zu spät und besonders ehrliche Angestellte sind sie vielleicht auch nicht. Aber diese Dinge muss man dort eben nachsehen. Nach wenigen Wochen hatte ich mich an die thailändischen Bedingungen gewöhnt.

Wenig Bürokratie, viel Spaß

Mein Restaurant hatte ich am Strand der Insel Koh Chang gefunden. Um es als Unternehmen zu registrieren, war es gut, dass ich einen thailändischen Partner an der Seite hatte. Er hat mit mir die bürokratischen Angelegenheiten mit den Beamten erledigt. Was die Räumlichkeiten angeht, gibt es nur wenige Vorgaben. Das Gewerbeamt sagt einem, was wie zu tun ist. Man muss zum Beispiel am Eingang prominent ein Schild platzieren, das den Firmennamen in Thai zeigt. Natürlich braucht man eine ausgestattete Küche, Tische, grundlegende Sicherheitsmaßnahmen wie einen Feuerlöscher oder Wasserfilter.

Restaurant
© Mariusz Putek

Auch wenn die westliche Bürokratie so langsam in Thailand Einzug hält, gibt es nichts zu befürchten. Man muss zum Beispiel auch auf einer Karte anzeigen, wo sich das Restaurant befindet. Da reichte es bei mir aus, die Lage mit einem Stift auf einem Zettel zu zeichnen. Sobald die Räumlichkeiten fertig waren, habe ich die notwendigen Lizenzen beantragt. Im Falle eines Restaurants ist das wichtigste die Alkohollizenz. Dies war ein einfacher und schneller Prozess.

Auswandern als Koch – in Thailand kein Problem

Damit ich aber richtig loslegen konnte, brauchte ich noch eine Arbeitserlaubnis. Dafür reicht man

  1.  Einen Lebenslauf mit Angaben zur Ausbildung und Berufserfahrung, Alter und erwarteten Einnahmen ein.
  2. Dann musste ich nochmal eine kleine Reise machen, um mit einem länger gültigen Visum nach Thailand zurückzukehren. Ich fuhr nach Malaysia ins Thailändische Konsulat und erhielt dort ein „Non-Immigrant Visa B“ für drei Monate. Das Ganze dauerte gerade mal einen Tag.
  3. Als letztes Papier brauchte ich noch ein ärztliches Attest. Wenn man gerade stehen und atmen kann, hat man auch das schnell in der Tasche.

Nach ein paar Tagen bekam ich dann das wichtigste Dokument – meine Arbeitserlaubnis für Thailand! Glückwunsch, geschafft: Ich kann in Thailand mit meinem Restaurant durchstarten.

© Mariusz Putek

Mein Restaurant habe ich im Dezember 2016 eröffnet und schon im Januar und Februar 2017 konnte ich bereits gute Umsätze erwirtschaften.

von Mariusz Putek

 

 

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