Umibudo? Umiwas? Haben Sie schon einmal davon gehört? Es handelt sich hierbei um grünen Kaviar, der zerplatzt, wenn man auf ihn beißt. Bringt Sie dies der Vorstellung dieses Lebensmittels etwas näher? 

Wenn nicht, ist das auch nicht weiter schlimm. In diesem Beitrag möchten wir Ihnen anschaulich beschreiben, wie es sich anfühlt, wenn man Umibudo isst.

Umibudo als Superfood

Seegräser und Algen sind in den unterschiedlichsten Formen und Arten quer über den Erdball verteilt. Einer der schmackhaftesten Vertreter der Seegräser kommt aus der japanischen Subtropen Region um Okinawa – der, die, das Umibudo. Anders als andere Seegräser bildet Okinawa keine Blätter sondern Bläschen aus. Alle diese Bläschen werden an einzelnen Stängel aufgereiht, sodass die Form ein wenig an Johannisbeeren erinnert.

Der lateinische Name Caulerpa Lentillifera bedeutet frei übersetzt etwa Grüner Kaviar oder auch Meerestrauben. Beide Begriffe spielen dabei auf die kaviarähnliche Konsistenz und die Perlen-Optik an. Einmal im Mund, erinnert das Gefühl an Queller, sofern jemand diese bereits einmal getestet hat.

Beim Verzehr platzen die kleinen Kugeln dann auf und der Geschmack von Meer breitet sich im gesamten Mundraum aus. Keine Sorge, es erinnert nicht an Meerwasser, wenn man dieses verschluckt. Der Vorgang des Aufplatzen besitzt in der japanischen Sprache eine eigene Bezeichnung. Das Ploppen der Kügelchen wird dort als puchi-puchi bezeichnet. Der große Vorteil dieses Seegrases besteht darin, dass es nur wenige ähnliche Produkte gibt. Deshalb kommt diesem bei Gourmets eine besondere Bedeutung zugute.

Im Mund macht es puchi-puchi

Das Seegras wird außerdem zum Bereich des Superfoods gezählt. Es sind sehr viele Mineralien und Vitamine enthalten, sodass dieses eine zentrale Rolle in der japanischen Küche einnimmt.

In der Regel wird Umibudo roh verzehrt. Dem salzigen Geschmack wird häufig eine würzige Sojasauce-Essig-Marinade entgegengesetzt. Pubs der Regionen bieten diese Lebensmittel zudem als Snack zum Bier an. Das natürliche Vorkommen von Umibudo ist auf die Gewässer des Westpazifiks beschränkt. Vor allem in der Nähe von Okinawa und auf den Philippinen ist dieses vorzufinden. Des Weiteren finden sich inzwischen immer mehr Algenfarmen, die die Seegräser kultivieren und mit der Kraft der Sonne heranziehen.

Nach der Ernte der Umibudo müssen diese in einem Zeitraum von drei bis vier Tagen weiterverarbeitet werden. Ein Problem besteht hierbei in der geringen Kälteresistenz , weswegen sie für den Transport in andere Länder nur selten vorgesehen sind.

Sollten Sie demnächst in Japan sein, müssen Sie diese lokale Spezialität unbedingt einmal probieren.