In einem unserer vorherigen Beiträge hatten wir Ihnen die Fusionsküche näher gebracht.

Dieser soll Ihnen die Teams vorstellen, die sich im herausragenden Buch „Eine Prise Heimat“ zusammengetan haben, um uns mit neuartigen Gerichten zu begeistern. Lassen Sie sich von diesen multikulturellen Teams begeistern und vielleicht probieren Sie ja auch die ein oder andere Idee direkt aus.

Sven Elverfeld & Ghaith Hanki

Dieses Duo der exquisiten Küche aus Wolfsburg präsentiert im Werk ein fabelhaftes Essen aus Jakobsmuscheln mit Apfelcouscous, welches mit einer Pistazien-Nuss-Butter verfeinert wurde. Außerdem haben sie eine Gewürztaube gezaubert, die mit bunten Linsen, Bohnen aus Syrien und Kartoffeln aufwartet. Abgerundet wird dieses himmlische Gericht mit einem Ayransorbet mit Dattelmouse, dass als Häubchen in Orangensaft eingelegte Kichererbsen erhält. Einfach wunderbar!

Die Grundlage dieses Menüs findet sich in unterschiedlichen syrischen Speisen. Woher die Ideen dafür stammen? Sven sammelt sie vor allem auf seinen Reisen. Nach seinen Stationen in Japan, Kreta und auch in Dubai ist er inzwischen in Wolfsburg angelangt, wo er fleißig Sterne sammelt. Die Küchen, die er dabei während seiner Wanderjahre kennengelernt hat, könnten unterschiedlicher kaum sein. Doch gerade dies hat maßgeblich zu seiner Inspiration beigetragen, wie er selbst berichtet.

Ghaith, der aus Aleppo stammt, konnte neben dem Jemen inzwischen auch in Deutschland seinen kulinarischen Horizont erweitern. Und tatsächlich kann er auch über sein Lieblingsgericht aus der deutschen Küche berichten – Germknödel. Ob sich dieses langfristig als sein Lieblingsgericht halten kann, steht in den Sternen. Immerhin hat der überragende Auftritt der Fusionsküche gezeigt, was alles möglich ist. Es ist vorstellbar, dass ein Gericht dieses Menüs demnächst an der ersten Stelle bei Ghaith stehen wird.

Fusionsküche ist aufregend

Mathias Sauter & Mouhamed Tanko

Beide Protagonisten dieses Duos vereinen die Vorzüge der nigerianischen und der Küche des Allgäus miteinander. Zwei Köche, zwei Freunde. Außerdem haben sie gemeinsam, dass vor allem die Frauen in ihren Familien sie für die Gastronomie begeistert haben. Bei Mouhamed war es die Mutter, die die Familie mit 13 Kindern beköstigt hat. Bei Mathias war es vor allem die Großmutter, die mit ihren Rezepten für Strudel und Maultauschen den kleinen Bub begeisterte.

Der große Unterschied zwischen beiden Köchen und ihren Interpretationen besteht wahrscheinlich in der Schärfe ihrer Gerichte. Während es Mathias etwas ruhiger angehen lässt, setzt Mouhamed gerne auf Schärfe. Dabei verwendet er vor allem das Kuku-Gewürz. Dafür werden Blätter des Affenbrotbaums benutzt. Wirklich feurig.

Wenn Sie weitere interessante Ideen für Ihre eigene Fusionsküche haben, möchten wir Ihnen das Buch „Eine Prise Heimat“ ans Herz legen. Schöne Geschichten, tolle Rezepte. Alles was man begehrt.