Robert Stolz hat so ziemlich alles erreicht, was sich ein Koch erträumen kann: deutschlandweit in den besten Häusern hinterm Herd gestanden, 12 Jahre lang sein eigenes mehrfach ausgezeichnetes Sternerestaurant „Restaurant Stolz“ geführt und bis zuletzt Küchenchef im Grand Hotel „Vierjahreszeiten“ in Hamburg gewesen!

 

Fotos: Instagram @robert.stolz_eat.share.live
Co-Autorin: Lena Wittneben

 

Doch Robert möchte zurück zu seinen Wurzeln und seinen Stärken wieder mehr Raum geben: zurück zu einer stark reduzierten, nachhaltigen, maximal kreativen und regionalen Küche, zurück zur Natur (Plön vs. Hamburg) und vor allem möchte Robert mit seinem ganzheitlichen Genusskonzept „eat.share.live“ wieder unmittelbar am Geschehen teilnehmen, „zurück“ am Gast, im Dialog sein – denn letzten Endes ist sein „wozu“ im Leben die Menschen mit seinen Kochkünsten glücklich zu machen und einen wunderschönen Abend zu bereiten.

Doch das Glück und der Genuss speist sich bei seiner neuen Dinner Unternehmung nicht nur aus den Gerichten, sondern vor allem auch aus Gesprächen, Musik, Vorstellung weiterer „Genuss“ Anbieter aus der Region, Kunst  – all die schönen Dinge miteinander zu erleben und zu teilen und voneinander zu lernen und zu erfahren.

eat.share.live – Start im November 2018

Ab November 2018 bietet er an jeweils drei Abenden pro Woche im privaten Plöner Esszimmer mit „eat.share.live“ an einem langen Tisch 12 exklusive Plätze für ein leckeres Menü – und Robert steht mit seinem Herd mittendrin!

Eine bewusste Auszeit zwischen Restaurant Auflösung und Hotelküchen Start und eine gesundheitliche Durststrecke dienten Robert sich auf seinen Leitsatz zu fokussieren: „fördere Deine Stärken“- Leidenschaft, Kreativität und Menschen einen glücklichen Abend zu bereiten –  und folge ihnen! Hat alles geklappt!

 

Fünf Fragen an..
Sternekoch Robert Stolz und sein Genusskonzept eat.share.live

 

Robert, die ersten genussvollen Abende sind vollbracht. Welche Eindrücke hast Du für Dich zu diesem frühen Zeitpunkt Deines neuen Projekts eat.share.live bereits gewonnen?

Obwohl ich das gleiche Menü und die gleichen Getränke serviere, das Ambiente gleich ist, so ist doch die Stimmung der Gäste jeden Abend so unterschiedlich. Es ist verblüffend zu sehen, was das Zusammensitzen an einem großen Eichentisch mit allen Gästen macht. Das reicht von ruhiger Atmosphäre bis zu lautem Unterhalten.

Schön zu sehen, dass mein Essen und meine Menüs der Mittler zu einer ausgelassenen Stimmung sind. Oft kommen die Gäste auch vom Tisch in die Küche. Manche helfen mir beim Anrichten.

Ich möchte einfach jeden Abend mit den Gästen eine Küchenparty feiern. Mal sehen, ob es oft dazu kommt. Das kann ich nur zu einem gewissen Grad beeinflussen. Der Rest hängt davon ab, wie viel jeder Gast bereit ist zu geben.

Was ist das Besondere an eat.share.live? 

Diese unmittelbare Nähe zur Küche. Diese hat kaum etwas von einer Profiküche, sondern vermittelt, z. B. durch das Bücherregal und „normale“ Öfen, ein Gefühl, als ob man zu Hause in der Küche sitzt.

Letztendlich ist es auch so. Dieses ist ja mein Esszimmer und meine private Küche. Ich möchte MIT den Gästen das Erlebnis von gutem Essen und toller Atmosphäre teilen!

 

Der Besucher als Gast in Wohlfühlatmosphäre statt als Tischnummer im Restaurant – wie wichtig war Dir dieser Ansatz?

Die Idee zu diesem Ansatz kam mir beim Umbau des Hauses vom Restaurant zum Privathaus, als Brüder und Architekten anregten, mit mir zu kochen und später gemeinsam am Tisch zu essen.

Aus diesem Wunsch habe ich mein Konzept eat.share.live ersonnen. Das fühlt sich für mich richtig und zeitgemäß an. Ich fühle mich kreativ auf dem Höhepunkt meiner Karriere und habe mein Konzept auf mich maßgeschneidert.

Eine offene Küche lädt natürlich zum Blick über die Schulter und regen Austausch unter und mit Deinen Gästen ein. Wie verliefen die ersten Dialoge? Was wird gefragt, wonach wird sich erkundigt?

Ich weiß, dass ich mit der offenen Küche nicht nur Chef bin, sondern auch Unterhalter und Psychologe. Es macht mir Spaß, den Abend auch neben dem Menü zu gestalten und in die richtige Richtung zu schieben.

Wenn die Gäste eintreffen, begrüße ich die Gruppe am Küchenblock mit einem Glas Aperitif. Gut kommen meine drei selbstgemachten Säfte an – Brombeere, Preiselbeere und Karotte-Sanddorn – aber auch der Scheurebensekt von Nüsslein aus Franken.

Hier gibt es lockeren Smalltalk über das Konzept und andere Themen. Oft werde ich gefragt, woher die Ideen für meine Gerichte kommen, wo ich die Zutaten kaufe, wie Einzelheiten zubereitet werden. Oder auch, ob ich alles alleine mache und wie viel Zeit ich brauche. Auch Fragen zur Nutzung des restlichen Hauses kommen: was beispielsweise mit dem Rosengarten geworden ist oder ob man im Sommer draußen ist.

 

Kreativküche mit möglichst regionalen Zutaten – ein Konzept das vielerorts aufgeht. Was erhoffst Du Dir mit eat.share.live – sowohl kulinarisch als auch persönlich?

Ich kaufe seit langer Zeit regional ein und (er)lebe die Jahreszeiten intensiv. Diesen Rhythmus zu spüren ist doch so schön, ich kann mir nichts anderes vorstellen.

Ich koche das, was ich bin. Das ist mein Leben. Jetzt lasse ich andere (Gäste) intensiv und unmittelbar daran teilhaben. Das ist schön und macht mich sehr glücklich.

 

Vielen Dank, Robert! Wir wünschen viele weitere unterhaltsame und genüssliche Momente mit eat.share.live!

 

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Hier könnt ihr Robert auch noch zuhören:
„There is a crack in everything – Wünsche, Ziele, Wendepunkte – Interviews mit Menschen mit Herz, Hirn und Haltung – von Lena Wittneben“

Robert Stolz – Über Menschen glücklich zu machen, Leidenschaft zu leben und Stärken zu fördern!

Itunes: https://apple.co/2xPStL6
Spotify: https://spoti.fi/2DvTApu
Web: lena-wittneben