Vielleicht hast Du bereits lebenden Fisch oder auch Hummer in einem Restaurant gesehen oder sogar selbst auswählen dürfen. Aber hast Du schon einmal eine Pilzfarm direkt im Restaurant gesehen? Stell Dir vor, Du weißt, dass Deine Gerichte mit frisch geernteten Pilzen aus einer Farm direkt vor Deinen Augen kommen.

Smallhold – so heißt das New Yorker Urban-Farming-Startup, das diese neonblau leuchtenden Hingucker baut. Die Idee ist, Pilze direkt vor Ort in den Restaurants anzubauen. Der Grund ist klar – frisch gepflückte Pilze schmecken am besten. Smallhold entwirft und baut automatisierte klimageregelte Minifarms, die eine laufende Versorgung mit frischen Pilzen ermöglichen.

 

Züchten und kultivieren. Überall.

 

Andrew Carter und Adam DeMartino. Sie verbreiten die Mission – so einfach wie sie ist: Farm. Everywhere. Mit Smallhold Minifarms kannst Du überall Pilze anbauen, ohne Experte zu sein. Die vernetzten Minifarms sind mit allem ausgestattet, was für den Indoor-Anbau benötigt wird: Klimatisierung, fortschrittlich entwickelte Beleuchtung, Wasserkreislauf.

Es wird nicht einfacher, Essen von der Farm zu Tisch zu bringen. From farm to table – wie es neudeutsch heißt. Der Anbau eigener Pilze vor Ort ist nicht nur kostengünstiger und nachhaltiger, die Qualität und Frische der Produkte sind so gut wie nur möglich. Die Leistung pro Quadratfuß (etwa 0,09 Quadratmeter) ist bis zu 40 Mal höher als die Leistung einer traditionellen Farm. Hinzu kommt bis zu 96% weniger Wasserverbrauch. Die Ernte vor Ort ist auch gut für eine längere Haltbarkeit und deutlich weniger Verpackungsaufwand.

Es wird sehr wenig Platz benötigt, weniger Ressourcenverbrauch und große Frische und Qualität. Smallhold demonstriert einfach einen besseren Weg, Lebensmittel anzubauen und zu verteilen.

 

Smallhold – frisch geerntete Pilze von der Farm zum Tisch

 

Smallhold ist nach eigenen Angaben die einzige organische Landwirtschaft in New York City. Darüber hinaus sei es die einzige Pilzfarm. Die Farm befindet sich nicht an einem Ort: Sie ist über Technologie mit Partnerrestaurants, Lebensmittelgeschäften und Märkten vernetzt. Das „certified-organic-startup“ hat bereits Miniatur-Pilzfarmen im „Mission Chinese“ – einem der modernsten chinesischen Restaurants in Ney York City – und „Bunker Vietnamese“ – wahrscheinlich Brooklyns bestes vietnamesisches Restaurant – installiert. Diese beiden Farmen allein produzieren bis zu 40 Kilogramm frische Pilze pro Woche.

 

Das Leben der Pilze beginnt nicht in den Minifarmen. Es beginnt in Smallholds Hauptquartier und in Partnerfarmen außerhalb von New York. Die Pilze wachsen in Beuteln, die mit Sägemehl, Weizenbeeren oder Kaffeesatz gefüllt sind – Abfallprodukte, die eine neue Verwendung finden. Es dauert ungefähr einen Monat, bis die Pilze in die Minifarmen übertragen werden. Dort können sie wachsen, bis die hungrigen Augen der Gäste sie erspähen.

 

Smallhold – was kostet die Teilnahme?

Ein Quader in der Größe von 4 Fuß breit, 2 Fuß tief, 6 Fuß hoch produziert jährlich bis zu 1.000 Kilogramm Pilze. Die Kosten beginnen bei 1.750€. Die Technologie im Inneren des Quaders ermöglicht es Smallhold, das Wachstum am Laptop zu überwachen und die Einstellungen bei Bedarf anzupassen. Die Restaurants als Kunden zahlen eine Kaution plus eine monatliche Gebühr. Außerdem kostet das Erzeugnis 4€ bis 10€ pro 500g.

 

Könnte ein Konzept wie Smallhold die Zukunft der Lebensmittelsherstellung sein?

Sicherlich ist es ein neuer Weg. Und auch ein Schritt zu einer bewussteren Art zu essen. Ganz zu schweigen von einer wunderbaren Möglichkeit für Restaurants, frische Produkte zu beziehen. Das Konzept von Smallhold steht für Nachhaltigkeit und macht echte lokale Lebensmittel für Restaurants erschwinglicher.

Wir freuen uns, die Liste der teilnehmenden Restaurants wachsen zu sehen – wie Pilze, die aus dem Boden sprießen.

Bilder © smallhold.com