Philippe Roth, französischer Privatkoch in London über seine japanische, französische Fusionsküche. Lesen Sie seine erstaunliche Geschichte.

 

Heute arbeitest Du als Privatkoch in London, geboren in La Lorraine und aufgewachsen in Yvelines, Frankreich. Woher kommt Deine Leidenschaft für das Kochen?

Meine Großmutter war eine sehr gute Köchin und sie gab mir diese Leidenschaft.

 

Früh in Deiner Kochkarriere hast Du in 2 verschiedenen Michelin Star-Restaurants gearbeitet. Wie beeinflusst diese Zeit Deine Arbeit als Koch noch heute?

Wenn Sie an einem renommierten Ort gearbeitet haben, suchen Sie immer nach Perfektion. Wie kann ich zum Beispiel das Geschirr verbessern …

 

In Japan hast Du ein Jahr als Kochtrainer in einem französischen Restaurant verbracht. Abgesehen von Deiner Liebe zur französischen Küche – bist Du auch in die japanische Küche verliebt?

Zu dieser Zeit noch nicht. Es ist sehr lange her. Wir haben ihnen etwas französisches Essen beigebracht.

 

Nach Deiner Zeit als Küchenchef in einem Fünf-Sterne-Hotel in Luxemburg bist Du nach London gezogen, wo Du heute in verschiedenen Restaurants und als Privatkoch arbeitest. Was fasziniert Dich, als Koch in London zu arbeiten?

London hat so viele gute Restaurants und Köche zu bieten.

 

Nach der Zeit bei einer eigenen Catering-Abteilung in einer renommierten Anwaltskanzlei in London bist Du in London in das Privatkoch-Geschäft eingestiegen. Was fasziniert Dich an Deiner Arbeit als Privatkoch?

Ein privater Koch zu sein, ist aufregender, weil sie ihre Kunden sehen und mit ihnen sprechen. Es ist immer eine Herausforderung, weil man nie weiß, wohin man geht.

 

 

Du bist bekannt für Deine Kombination aus östlichen Aromen und feiner französischer Küche. Welches Gericht / Rezept beschreibt es am besten?

Das ist eine schwierige Frage. Die meisten Gerichte sind bereits fertig. Du machst es nur auf Deine eigene Art und Weise.

 

Ist Deine japanische, französische Fusionsküche auf Deine Zeit als Koch in Japan zurückzuführen?

Nein, ich habe viel Unterricht genommen. Ich liebe die Aromen und die Kombination von Gerichten.

 

Hast Du Standardmenüs, die Du Deinen Kunden anbietest?

Ja natürlich. Meistens richte ich mich aber selbstverständlich nach meinen Kunden. Es kommt darauf an, was sie möchten und wonach sie suchen.

 

Wie gehst Du mit den Weinempfehlungen um?

Ich kenne einige grundlegende Weine. Aber ich arbeite mit Weinlieferanten und sie können mich immer beraten, wenn nötig.

 

Wie oft wechselst Du Deine Menüs?

Ich wechsel sie so oft ich kann.

 

Als Privatkoch: welche Art von Küche ist Dein Favorit: besondere Abendessen, Partys, Kochkurse …?

Private Abendessen machen Spaß. Sie treffen interessante Leute und manchmal fühlt es sich nicht so an, als ob du arbeiten würdest.

 

Du lädst Deine Gäste in Deine stilvolle Londoner Wohnung ein und kochst mit ihnen dort. Wer sind Deine typischen Aufgaben?

Einfach alle.

 

 

Es gibt viele positive Aspekte der Arbeit als Privatkoch, was sind die negativen?

Das Tragen der schweren Kühltaschen ist wirklich schlimm.

 

Vermisst Du manchmal die Kollegen / das Küchenteam?

Ja, das tust du manchmal.

 

Woher bekommst Du Deine Inspirationen für neue Kreationen?

Essen gehen, Bücher oder Internet.

 

Hand aufs Herz. Hast Du jemals etwas „versaut“ wenn Du ein privates Kochevent ausgerichtet hast. Hatten Deine Kunden womöglich andere Erwartungen?

Nein, ich mache das schon eine Weile und alle meine Kunden waren sehr glücklich.

 

Für die Restaurants wird der regionale Aspekt der Lebensmittelversorgung wichtiger. Interessieren sich auch einige Deiner Gäste, wo die Zutaten herkommen?

Manche Leute ja. Alle meine Lieferanten liefern direkt zu mir nach Hause.

 

Du bietest auch Meister-Kochunterrichtet bei den Gäste daheim an. Was für Erfahrungen hast Du damit gemacht?

In letzter Zeit sehr viel Unterricht gegeben. Aber ich mag es sehr. Ich habe noch mehr Unterricht gegeben als ich in der Anwaltskanzlei gearbeitet habe.

 

Hast Du auch London Touristen unter Deinen Gästen?

Nein, nicht wirklich.

 

Gäste in einem Restaurant können manchmal kompliziert sein. Trifft das auch auf Deine privaten Aufträge zu? Genießt Du den Luxus, Deine Gäste auszuwählen?

Es ist schon vorgekommen, aber das ist ein Teil deiner Arbeit.

 

Gibt es ein „evergreen“ Gericht, das Du immer servieren kannst und das Deine Kunden immer lieben?

Salmon Ponzu Dressing.

 

Erstellst Du für Kunden, die Dich öfter buchen, immer wieder neue Menüs?

Ja ich habe immer versucht etwas Neues zu finden.

 

Weil Du Dich Asien und besonders Japan widmest: hast Du jemals daran gedacht, Deinen Service in Japan anzubieten? Asien für eine kurze Zeit, vielleicht als Pop Up Restaurant?

Nein, daran habe ich noch nie gedacht.

 

Wenn Du Zeit hättest, Dein Kochbuch zu schreiben, worum würde es gehen?

Gesundes Essen für eine gesunde Lebensweise.

 

Danke, Philippe Roth.