Auwald Destille – das sind Sarah Stiller und Johannes Münch. Das Zwei-Personen-Start-Up aus Leipzig erfindet den Pfefferminzlikör neu. Ebenso in Ihrem Repertoire – ein farbloser Kirschlikör. Sarah und Johannes waren zu Besuch und berichtet mehr. Mehr über Ihre Schnapsidee und Ihre hochwertigen Liköre PFFF und KRSCH.

 

Hallo Sarah, Hallo Johannes! Mit Euren Premium Pfefferminzlikör PFFF bereichert Ihr seit über einem Jahr den Spirituosenmarkt. Was als wortwörtliche Schnapsidee gestartet ist, steht nun für Eure Berufung. Wie viel Herzensblut und Liebe steckt in Eurem Likör?

In den Likören stecken zu 200 % Herzblut und Liebe drin. Wir stehen voll und ganz hinter unserer Idee eines hochwertigen und genussvollen Pfefferminz- und Kirschlikörs und freuen uns, dass die anfängliche Schnapsidee indes auf so viele Liebhaber stößt!

 

Der Ruf des Pfeffis ist- nun ja – eine süße, grüne Zuckerbombe, eher Mundspülung als Genuss. PFFF tanzt da aus der Reihe. Was zeichnet Euren Pfefferminzlikör aus?

Vor circa zweieinhalb Jahren haben wir begonnen an der Rezeptur von PFFF zu feilen. Wir hatten einfach mal Lust auf einen Pfefferminzlikör, der uns selbst schmeckt. Also haben wir uns aus Aktionismus heraus eine Tischdestille im Internet bestellt und begonnen mit verschiedenen Grundstoffen zu experimentieren. Die finale Rezeptur enthält das Destillat der Pfefferminze sowie einen Hauch Orange und Zitrone. Zudem haben wir den Zuckeranteil deutlich reduziert, so dass PFFF leicht auf der Zunge liegt.

 

Damit gelingt Euch die Abgrenzung zu gängigen Sorten! Die erste Flasche wurde noch in der Craft Beer Bar Goldhopfen auf Wunsch eines Gastes mit mitgebrachter leerer Flasche abgefüllt. Ihm habt Ihr sicherlich einiges zu verdanken. War er der letzte Schubs in die Selbständigkeit?

Wir hätten den Gast damals tatsächlich mal nach seinen Kontaktdaten fragen sollen, aber wir waren zu perplex. Zu Beginn hatten wir PFFF nur im Weinballon am Tresen des Goldhopfens ausgeschenkt und es war gar nicht daran zu denken den Likör in die Flasche zu bringen und daraus eine Selbstständigkeit zu stricken. Wir freuen uns aber sehr, dass es dazu geworden ist und ja, der Gast hat den Stein des Anstoßes gegeben und ist nun fester Bestandteil unserer Gründergeschichte.

 

Pfefferminzlikör auf Mission
#Make Pfffeffi great again

 

Beschreibt uns doch bitte die ersten Schritte nach diesem Entschluss. Wie habt Ihr Euer Angestellten-Dasein hinter Euch gelassen? Wie gestaltete sich das Suchen & Finden von Produktionsstätte, Partnerschaften und ersten Abnehmern?

Das war ein Prozess. Wir haben uns nach der Begebenheit im Goldhopfen auf die Suche nach einer Produktionsstätte begeben, da wir mit der Tischdestille natürlich keine großen Mengen herstellen konnten und auch nicht die hygienischen Räumlichkeiten hatten Flaschen selbst zu befüllen. Nach dem wir die Produktionsstätte – eine kleine Familienmanufaktur im südlichen Harzvorland- gefunden hatten, haben wir uns um Flasche, Design und Verkaufsstellen bemüht. Alles neben unseren damaligen 40-Stunden Jobs. Nachdem 2017 noch KRSCH-Kirschlikör hinzukam, stiegen Arbeit und Aufgaben unserer Schnapsidee immer mehr und wir mussten uns entscheiden: machen oder lassen. Der Ausgang ist bekannt. 🙂

 

Mit KRSCH erweitert Ihr im Frühjahr 2017 das Sortiment um einen weiteren Likör. KRSCH ist dabei der erste klare, farblose Kirschlikör. Wie kam es zur Aufnahme ins Portfolio? Und wie wird er hergestellt?

Wenn man mit Pfefferminzlikör zu tun hat, hört man viele Absturzgeschichten die eben mit diesem zu tun haben. Also wollten wir denjenigen eine Alternative bieten. In Leipzig und Co. Gehören Pfeffi und Kirsch ohnehin zusammen. KRSCH besteht aus Destillaten der Maraska- Kirsche und des Kirschkerns. Letzterer erzeugt eine dezente Mandelnote im Geschmack. Auch hier haben wir weniger Zucker eingesetzt und so einen intensiven aber leichten Likör kreieren können.

 

PFFF (18% vol. / erhältlich in 0,04l, 0,5l, 1,0l) + KRSCH (16% vol. / erhältlich in 0,04l, 0,5l, 1,0l)

PFFF steht für Qualität, Genuss und Unabhängigkeit

 

Oftmals eines der schwierigsten Aufgabenfelder eines Kleinerzeugers oder Lieferanten ist die Suche nach Abnehmern. Wie seid Ihr diese Herausforderung angegangen und welche Meilensteine habt Ihr erreichen können?

Einfach machen! Man sollte definitiv keine Scheu vorm Klinken putzen haben! Man muss direkt auf seine Wunschabnehmer zugehen und diese mit der Idee anstecken und vom Produkt überzeugen. Das gelingt uns glücklicherweise in den meisten Fällen. Jeder Kunde mit dem wir arbeiten, ist für uns ein Meilenstein, weil wir und einfach enorm über deren Support freuen.

 

Auch ich habe bereits nach dem Essen einen gut gekühlten Pfefferminzlikör genossen. Wie seht Ihr das Zusammenspiel von PFFF & KRSCH und Gastronomie? Haben Eure Premium Liköre bereits Fuß fassen können? Wo geht die Reise noch hin?

Auf jeden Fall, wir haben in verschiedenen Städten tolle Kunden, bspw. in Dresden das Restaurant Bottoms Up, in Görlitz die Obermühle oder in Hamburg das BERTA EMIL RICHARD Schneider. Alle kann man mit einem Blick auf unsere Internetseite in dem Menüpunkt Lieblingsspots sehen. Die Reise bleibt im wahrsten Sinne eine Reise. Wir wollen uns noch weiter in Mitteldeutschland festigen und sind gerade aktiv in Hamburg und Berlin unterwegs.

 

In Zusammenarbeit mit der Patisserie „Hart & Herzlich Patisserie unplugged“ entstanden sogar Schnapspralinen. Ergebnisse dieser Kooperation – die PFFFeffi Praline sowie die KRSCH Praline. Ein Genuss für alle Naschkatzen? Wie kam es dazu? Und sind weitere Kreationen geplant?

Wir haben ein Faible für Schnapsideen! Das mit der Praline war auch so eine. Impulsgeber war das Känguru aus dem Buch „Die Känguru Chroniken“ von Mark Uwe Kling. Das Känguru ist nämlich Schnapspralinensüchtig und ruft ständig lauthals SCHNAPSPRALINE. Die Patisserie Hart & Herzlich wurde mir kurz vor ihrer Eröffnung in meinen Instagram Feed gespült und so habe ich Mirko und Niclas einfach angeschrieben. Zum Glück sind die beiden genauso neugierig und begeisterungsfähig wie wir und haben gleich losgelegt. Die PFFFeffi Praline wurde so gleich zu ihrer Eröffnung angeboten und seit dem arbeiten wir wahnsinnig gut zusammen. Derzeit tüfteln wir an ein paar Sachen, u. a. an Marshmallows.

 

 

Pfefferminzlikör PFFF  – in erfrischenden Mixgetränken

 

Marshmallows, yammi! Neben den Genuss als Kurzen/Shot findet Euer Likör auch den Weg in größere Gläser. Cocktails und Longdrinks wurden kreiert. Zum Schlürfen u. a. in Hacienda Cospuden, Ab ans Ufer oder im Kurhaus Bienitz. Stellt uns doch eines Eurer Rezepte vor!

 

PEPPERMINT KISS

  • Eiswürfel
  • 4cl PFFF – Der Premium Pfefferminzlikör
  • 4cl KRSCH – Der Premium Kirschlikör
  • Spritzer frischer Zitronensaft
  • Mit Soda aufgießen, umrühren
  • Mit Minze garnieren
KISS steht dabei für Keep it Short and Simple. Das spiegelt sich ebenso im Design der Liköre wider – wie der Verzicht auf Vokale belegt. Schmckt trtzdm lckr!

 

Der Sommer steht vor der Tür! Was sind Eure Pläne?

Wir gehen zum einem mit unserer mobilen Bar auf Tour und sind auf einigen Straßen- und Stadtfesten zu finden. Das erste Mal bauen wir uns am 09.06. zum Könneritzstraßenfest in Leipzig auf und sind schon mächtig aufgeregt.  Zum anderen stehen ein paar Festivals an, die unsere Liköre ausschenken und die wir vor Ort unterstützen, bspw. das Festival KOSMONAUT der Chemnitzer Band Kraftklub.

 

Sarah und Johannes, vielen lieben Dank für diesen tollen Einblick in Eure Arbeit!

 

Unter LIEBLINGSSPOTS listen Sarah und Johannes erste Restaurants, Hotels und Bars, die ihre Liköre ausschenken. Mit einem Lieferantenprofil auf Cook Concern werden weitere folgen.

Hier zum Profil der Auwald Destille