Nach vielen verschiedenen internationalen Kocherfahrungen arbeitet Patric Gigele heute als Chef de Cuisine bei Hyatt Hotels Corporation in Shanghai, China. Wir haben ihn zu einem Interview getroffen.

 

Nach vielen verschiedenen internationalen Kocherfahrungen arbeitest Du heute als Chef de Cuisine bei Hyatt Hotels Corporation in Shanghai, China. Wie hat Deine Kochkarriere begonnen / warum bist Du Koch geworden?

Meine Kochkarriere begann schon im Alter von 14 Jahren, meine erste Inspiration erhielt ich von meiner Oma und meinem Vater. Sie sind Jäger, Bienenzüchter, Schafzüchter und stellen ihre eigenen Schnaps her. So wuchs ich mit dem Wissen auf, wo gute Produkte herkommen und ich verliebte mich in diese Arbeit.

Ich begann meine Lehre in einem 4-Sterne-Superior-Hotel mit 16 Punkt Gault Millau, was für mich sehr wichtig war, denn es war ein Zeichen, dass sie alles frisch und hochwertig verarbeitet haben. Und trotzdem bin ich bis jetzt sehr dankbar, dass ich so stark ausgebildet wurde. Nicht einfach aber lehrreich.

 

 

Woher kommt Deine Leidenschaft als Koch?

Natur und das Verständnis, wo das gute Essen herkommt und was es bedeutet, mit dem Produkt zu arbeiten, was lebte oder jemand es pflanzen musste, damit man es später ernten kann. Ich koche gern mit guter Qualität und der Respekt des Produkts treibt mich jeden Tag an.

 

Welche kulinarische Schule hast Du zuerst in Österreich besucht?

Ich besuchte eine kulinarische Schule in Landeck, Tirol, eine der berühmtesten kulinarischen Schulen Österreichs.

 

 

Zu Beginn Deiner Kochkarriere hast Du als Demi-Koch Saucier im Burghotel Oberlech am Arlberg in Österreich gearbeitet, einem Gault-Millau-Haus mit 1 Michelin-Stern und 16 Punkten. Wie hat Dich diese Zeit heute als Koch beeinflusst?

Ich habe in dieser Zeit viel gelernt, es war eine Küche mit 30 sehr gut ausgebildeten Köchen, das Respektniveau war sehr hoch und der Druck noch höher. Ich habe zu dieser Zeit noch Kontakt mit dem Chefkoch, und er inspiriert mich immer noch, wie engagiert er ist und seinen Job liebt.

 

Nach einiger Zeit als Chef de Partie in Kanada und als Chef de Partie am 16-Punkte-Gault Millau Hotel Salzburgerhof bist Du als Sous Chef mit „Käfer“ nach Shanghai gezogen. Wie erinnerst Du Dich an dieses erste Mal als Koch in Asien?

Es war eine ganz andere Welt als ich wusste, es ging nicht nur ums Kochen. Es ging eher darum, die Kultur zu verstehen, um effektiv mit meinen Kollegen zusammenzuarbeiten. Am Anfang war es eine sehr schwere Zeit, aber nachdem ich mich in Shanghai und die Menschen verliebt habe, fühlte ich mich wohl. Ein Grund, warum ich zum zweiten Mal in Shanghai bin.

 

 

Nach einigen Erfahrungen als Sous Chef bei Radisson Blue in Kiew, Ukraine bekam Deine Kochkarriere eine exotische Note. Du arbeitest als Chef de Cuisine für die Raffles Hotels & Resorts auf den Seychellen, gefolgt von Deiner Position als Executive Sous Chef auf der Insel Fidschi. Wie haben diese beiden Erfahrungen Deine kulinarische Linie beeinflusst?

Speziell Fiji hat mein Denken über Lebensmittel und Produkte sehr verändert. Es war eine Farm, die zu 90% ausgereift war, wir hatten unsere eigenen Wagyu-Rinder, Schweine, Hühner, Hydrokulturen, Bienenfarm, Fischer, also machten wir unsere eigenen Würste, Speck, wir mussten das Gemüse anpflanzen und später ernten. Die Menge an Arbeit, die dahinter steht, ist einfach unglaublich. Wenn Sie etwas Besonderes für Ihr Weihnachtsmenü haben möchten, sollten Sie sich 6 Monate vorab besser selbst entscheiden. Es war eine schwere Zeit, aber was ich bekam, war einfach großartig.

 

Wie würdest Du Deinen kulinarischen Stil heute nach so vielen verschiedenen tollen Erlebnissen beschreiben?

Weltküche, ziemlich offen für jede Küche, das Produkt ist die Nummer eins, ich gebe mir nicht wirklich eine Linie oder einen Stil, der mich einfach davon abhält, kreativ zu sein.

 

Heute als Küchenchef in Hyatt Hotels in Shanghai, China; das Vue Restaurant Hyatt am Bund; Was ist Deine kulinarische Einrichtung?

Es ist ein fantastisches Restaurant mit Life-Cooking-Station und bester Aussicht über Shanghai. Wir kochen klassische französische europäische Küche.

 

Shanghai wurde zu einem kulinarischen Hotspot; aber auch sehr konkurrenzfähig. Wie innovativ musst Du bei Deiner Arbeit in Shanghai sein?

Jeder Tag ist zu 100% im Fokus, Shanghai bewegt sich sehr schnell.

 

Was sind die neuesten kulinarischen Trends, die Du heute in Shanghai siehst?

Es gibt so viel, dass ich nicht sagen kann, was der Trend im Moment ist, denke über alles nach, was dir gefällt. Ich garantiere dir, du wirst es in Shanghai finden.

 

Wenn Du einen freien Tag hast: Was sind Deine Lieblingsrestaurants und -restaurants in Shanghai?

Alle Arten von Knödeln, die ich liebe, sind in fast jeder Seitenstraße zu finden.

 

Was sind einige der weniger bekannten Gewürze, die Du beim Kochen verwendest?

Zitronenmyrte ist ein australisches Gewürz und ich habe mich in sie verliebt.

 

Und welches weniger bekannte Gemüse?

Daruka, das ist fijianischer Spargel, ich liebe es einfach.

 

 

Woher bekommst Du Deine Inspirationen für neue Kreationen?

Überall und alles. Man muss manchmal daran arbeiten und Nachforschungen anstellen, und manchmal kommt es einfach so.

 

Gibt es einen Ort auf der Welt, an dem Du eines Tages als Koch arbeiten möchtest?

Tokio, Hongkong, Melbourne, Queenstown stehen auf meiner Liste ganz oben.

 

Viele Köche würden gerne in Shanghai arbeiten. Ist es heute schwierig in Shanghai einen Kochjob zu finden?

Einen Job zu finden, vielleicht nicht zu schwer, ein Visum zu bekommen, wird sehr schwierig.

 

Vielen Dank für Deine Zeit Patric Gigele.

 

 

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