Michela Starita, eine großartige Köchin, Mutter, Lehrerin, Organisatorin. In unserem Interview spricht sie über ihre kulinarischen Wurzeln, ihren Karriereweg und die Bedeutung von Respekt und Liebe.

Sie respektiert die Natur und das Essen und entwickelt ihren eigenen Kochstil. Michela Starita lernt immer weiter und bringt ihr Wissen der nächsten Generation bei.

 

Heute sind Sie eine international bekannte Köchin mit vielen Aktivitäten. Wann hat Ihre Reise als Köchin begonnen? Was waren Ihre Gründe, Köchin zu werden?

Ich wurde Chefköchin, weil ich mich sehr für das Essen interessiere.
Der Geschmack, der Geruch, das Aussehen – Essen gehört zu den schönsten Dingen im Leben. Ich wollte alles über Essen wissen, rohe Zutaten kennen, verschiedene Kulturen, Geschichte hinter Essen.

Außerdem ist es eine Freude, Menschen beim Essen zu beobachten. Ich bin eine Mutter von zwei entzückenden Kindern, ein Junge und ein Mädchen. Aus all diesen Gründen haben meine Kinder Respekt für die Natur und für Menschen, die Essen lernen und in etwas ganz Besonderes verwandeln, gelernt.

 

Ihre Kochleidenschaft: Hat sie sich über die Jahre entwickelt oder hatten Sie diese schon zu Beginn Ihrer Karriere?

Meine Leidenschaft für andere Esskulturen hat sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt und die Arbeit auf der ganzen Welt hat viel geholfen, aber ich wurde in einer anderen italienischen Esskultur geboren, weil mein Vater in Neapel geboren wurde, meine Mutter in der Nähe von Venedig und ich in der Nähe von Florenz. Diese Umstände hatten großen Einfluss auf meinen eigenen Kochstil. Deshalb ist es so.

 

Welche Kochschule haben Sie besucht? Und was war Ihre größte Erfahrung in dieser Zeit?

Ich habe in einer der berühmtesten Kochschulen der Toskana und Italiens studiert, aber ich war zu jung, um die Bedeutung dieser großen Chance zu verstehen. Später habe ich angefangen, an der gleichen Schule zu unterrichten, wo ich studiert habe und an einer anderen öffentlichen Kochschule in der Toskana.

 

Wie würden Sie Ihren heutigen Kochstil beschreiben?

Ich liebe es, verschiedene Kochmethoden und verschiedene rohe Zutaten zu mischen, um einen traditionellen Kurs in einem anderen Stil neu zu erfinden. Vielleicht würde das Wort „Fusion“ meinen Stil beschreiben.

Ich mag es, asiatische, arabische und europäische Esskultur zu mischen, aber ich mag es auch, typisch italienisches Essen mit einer besonderen Note zu kreieren – verursacht durch ein Gewürz oder eine ungewöhnliche Zutat. Aber dafür muss ich Respekt vor dem Essen haben!

 

„Behandle Lebensmittel wie du ein Baby oder eine Frau behandelst –
mit viel Respekt und Liebe.“
Michela Starita

 

Meine Schüler kennen diese wichtige Lektion:

Sie müssen Essen wie behandeln, wie Sie ein Baby oder eine Frau behandeln – mit viel Respekt und Liebe. Denn wenn Sie Essen lieben, wird das Essen Sie lieben! Um zu verinnerlichen, müssen Sie viel wissen und lernen und nie aufhören zu lernen.

 

Sie sind Mitglied der ICF. Was sind Ihre Aktivitäten in dieser berühmten italienischen Kochorganisation?

Ich bin Mitglied der Italian Culinary Federation und darauf bin ich sehr stolz!

 

Ihre Erfahrung als Kochlehrerin: Was macht diesen Job so besonders? Was ist das Beste daran, ein Köchin zu sein?

Jetzt unterrichte ich italienische und ausländische Studenten in einer Privatschule in Florenz. Ich liebe es, meine Leidenschaft zu lehren, denn für mich ist es nicht nur ein Job, sondern ein Vergnügen – es ist ein Lebensstil! Aber meine Arbeit ist viel mehr – ich lehre, organisiere und realisiere Veranstaltungen, forsche und entwickle in vielen kulinarischen Unternehmen, von Kochgeräten bis zu Rohzutaten.

Ich liebe meine Arbeit! Ich bin eine Köchin!

 

 

Ihre Wurzeln liegen in der Region zwischen Florenz und Lucca. Was ist die typische Spezialität / Rezept aus dieser Region?

Niemand vergisst seine Wurzeln. Aus diesem Grund, wenn ich an einer besonderen Veranstaltung in Italien oder auf der Welt teilnehme, schlage ich vor, italienisch zu kochen – zum Beispiel bei Cibo Nostrum, einer großen Veranstaltung in Sizilien, in Taormina.

 

Sie haben am CIBO NOSTRUM teilgenommen. Was haben Sie präsentiert?

An meinem Stand biete ich das berühmteste Straßenessen der Toskana an: „Lampredotto mit grüner Soße in einem Focaccia-Kleid“, aber mit einem besonderen Cocktail, den ein Barkeeper exklusiv für mich kreiert hat.

Dieser Cocktail ist eine Mischung aus Sellerie, Limette, Orange, einem speziellen sizilianischen Amaro, Wodka und Soda.

Ich habe ein spezielles Team an meiner Seite, um dies zu realisieren. Und für mich ist das das Geheimnis, ein Gewinner zu werden – immer zusammen arbeiten!

 

Danke, Michela, für diesen interessanten Einblick in Ihre Arbeit.