Wo fing Deine Reise als Beruf-Koch an und was hat Dich dazu bewegt Koch zu werden?

Meine Reise als Koch fing in Düsseldorf (Deutschland) an. Einer meiner engsten Bekannten, der wie mein leiblicher Onkel, Vater, alles für mich ist, brachte mich dazu, die Lehre, das Leben, den Beruf Koch zu wählen, weil er mich mit seiner Kunst beeindruckte. Aber zu einem großen Teil ist auch meine Mutter dafür verantwortlich. Ich liebe die Küche meiner Heimat (Türkei) sehr und auch esse ich gerne. 😀


Wo hast Du Deine Kochausbildung absolviert (Schule und Lehrbetrieb)?

Meine Lehre habe ich im „Tafelsilber“ in Düsseldorf absolviert und meine Berufsschule war die Albrecht-Dürer-Schule in Düsseldorf.

 

Welche weiteren Ziele hast Du Dir für Deinen Beruf als Koch gesetzt?

Ich habe zurzeit sehr viele Ziele vor mir, aber diese behalte ich zurzeit noch für mich. 🙂
Aber eins kann ich sagen: Die Selbstständigkeit – und das auf einem geilen Niveau in der Gastronomie.

 

Wohin geht die Reise?

Zurück in meine Heimat. Aber dazu gibt es irgendwann nähere Informationen.

 

Welche Herausforderungen siehst Du Dich als Koch gegenübergestellt?

Ich finde es gibt viele Herausforderungen. Ich möchte auch in meiner Gastronomie Welt – indem Konzept, was ich starten will – was schaffen, was schon zwei Köche im Ausland geschafft haben. Und diesen Punkt möchte ich in Deutschland auch verwirklichen.

 

Wo siehst du Möglichkeiten zur Verbesserung im Beruf Koch?

In allem. Mehr, denke ich, könnte ich nicht dazu sagen. Einfach in ALLEM.

 

Was gibt Dir dennoch die tägliche Motivation als Koch zu arbeiten?

Meine Familie, meine Lebensgefährten und meine Lieblingsköche und natürlich Köche (Menschen), die mich jedes Mal begeistern mit ihrer Art und ihrer Menschlichkeit, wie sie als Köche auch sind – also wie z. B. diese Kreativität, diese Leidenschaft, den Genuss spüren und alles was dazu gehört. Ich könnte, glaube ich, dazu ein Buch schreiben.

 

 Was sind aus Deiner Sicht Themen, die zukünftig für den Beruf als Koch an Bedeutung gewinnen werden?

Hm, schwere Frage. Ich glaube, es wird sehr vieles schwerer werden, da sehr viele junge Menschen schon nicht mehr in die Gastronomie wollen. Gründe dafür sind die Arbeitszeiten, der Ton, der Lohn. Viele Restaurants wollen und brauchen Mitarbeiter, aber denken weniger an ihre Mitarbeiter. Ich glaube, würde man als Geschäftsführer oder als Küchenchef seinen Mitarbeitern in diesen drei Punkten mehr entgegenkommen, wäre vieles einfacher und es wäre geregelter.

 

Welchen Trend in der Kochszene hältst du für völlig überzogen? Welchen dagegen für viel zu wenig beachtet?

Ich finde, dass es da nicht vieles gibt, was ich überzogen finde. Menschen, gerade auch Köche, werden kreativer und verrückter, wie sie Gerichte auf Tellern herstellen. Die meisten Köche – oder besser gesagt viele in der gehobenen Klasse – stellen auf ihren Tellern echte Gemälde her.

Ich finde, man sollte darauf achten, was auch Paul Bocuse getan hat –  das hohe Niveau seiner jahrelangen 3 Sterne Küche. Einer der besten Küchen der Welt bis heute, auch wenn er leider verstorben ist. Sein Motto war immer: „Ich koche zwar 3-Sterne-Küche, aber meine Portionen auf den Tellern werden nie klein sein.“
Also gemeint ist eigentlich, was jeder versteht: Man bezahlt zwar sehr viel, aber dafür hat der Gast genug auf dem Teller, um auch satt zu werden.


Mit welchem Koch würdest du gerne mal zusammenarbeiten?

Uh, da gäbe es echt vier Köche. Mein Lieblingskoch wäre als erstes

 

  • Mehmet Gürs / Istanbul – Türkei / Restaurant Mikla
  • Tim Raue / Berlin – Deutschland / Restaurant Tim Raue
  • Christian Bau / Saarland – Deutschland / Victors Fine Dining
  • Massimo Bottura / Modena – Italien / Osteria Francescana

 

Und aus welchem Grund?

Weil diese Menschen in ihrem Beruf einfach so gut sind und ich auch meinen menschlichen Charakter in Ihnen wiederfinde. In jeden Einzelnen. Aber mir würde es auch nur reichen, diese Menschen kennen zu lernen und mit Ihnen einen ganzen Tag zu verbringen – reden, lachen und was man noch dazu aufzählen kann.

 

Zu guter Letzt! Wenn Du heute ein eigenes kleines Restaurant eröffnen würdest, wo wäre es und wofür wäre es bekannt (Speisen, Service, Spezialitäten…)?

Das ist eine mega super Frage und auch meine Lieblingsfrage gerade 🙂

Es wäre in meiner auch mit Heimat Deutschland – in Düsseldorf, weil hier kam ich damals zur Welt. Hier habe ich meine Schule absolviert. Hier habe ich mein Beruf gelernt. Und hier lebe ich heute noch. Düsseldorf ist und bleibt eine beeindruckende Stadt. Ich sehe Düsseldorf wie „Klein-Istanbul“. Die Menschen sind offen und herzlich und das macht Düsseldorf aus.

Wofür wäre es bekannt? Es wäre dafür bekannt, den Menschen Türkische Küche auf hohem Niveau zu zeigen und nicht den Kebab und die Türkische Pizza oder sonstiges davon. 😀
Unsere Mitbürger sollen auch die andere Seite kennenlernen und das wäre die feine Küche, wie ich immer sage. Ich will das schaffen, was auch Mehmet Gürs in Istanbul erschaffen und geschafft hat. Aber wenn ich mein kleines Restaurant hätte, würde man auch vieles an der Location erkennen, worauf ich hinausgehen würde und hinaus bin.

Da habe ich schon direkte und auch gute Gedanken, wie und was ich will in meinem eigenen kleinen Restaurant.

 

Vielen Dank für das Interview, Kaan!
Und weiterhin viel Erfolg und Spaß beim Erreichen deiner Ziele und Träume.