Darauf kommt es einer Eventagentur wie Das Kartell bei der Zusammenarbeit mit Caterern und Köchen an.

 

Die Gastronomie ist vielfältig und führt Caterer, Gastronomen und Köche nicht selten aus der Küche hinaus hin zu Veranstaltungen verschiedenster Art. Eventmanagerin Carmen Schöller von Das Kartell gibt Einblicke in die andere Seite.

 

Was ist Euch grundsätzlich wichtig bei Caterern bei Events? Was müssen sie an Skills und vielleicht auch Equipment mitbringen?

Für Caterer gilt das gleiche wie bei allen Dienstleistern: Ich will einen verlässlichen Partner, der meinen Job erleichtert und nicht zusätzliche Arbeit verursacht. Wie in einem guten Hotel/Restaurant merkt man auch bei einem guten Event das hektische Treiben hinter den Kulissen nicht. Probleme und Unwegsamkeiten gibt es eigentlich immer, egal wie gut man vorbereitet ist, diese sollten die Gäste aber nie spüren oder sehen. Ein guter Caterer lässt auch mich als Auftraggeber diese „Probleme“ nicht sehen. Aufmerksames und freundliches Personal ist dabei natürlich das A und O.

 

Was fällt vielleicht auch immer mal wieder negativ auf?

Schlechtes Personal, leider ist schlechter Service immer das, was zuerst auffällt und auch am nachhaltigsten.

 

Wenn Live-Köche vor Ort sind: Was sollten sie – gerade vor dem Hintergrund, dass hier auch Kundenkontakt eine Rolle spielt – mitbringen? Was macht einen guten Live-Koch aus?

Gepflegtes, freundliches Auftreten. Spaß an der Interaktion mit dem Gast, aber auch mit seinen Produkten.

 

Was ist Euch bei Servicekräften hinsichtlich Hard und Soft Skills wichtig?

Siehe oben. Freundliches und gepflegtes Auftreten. Ein wacher, offener Blick. Leider kommt es immer noch oft vor, dass Servicekräfte das Abräumen ignorieren und schnell zu viele leere Teller und Gläser rumstehen. Niemals mit leerem Tablett laufen.

 

 

Thema Kulinarik: Welche Trends seht Ihr aktuell? Was wird besonders viel von Kunden angefragt?

Es gibt nach wie vor zwei Linien: instagramable und organic! Es kommt natürlich immer auf die Zielgruppe der Veranstaltung an. Der Trend zu den fancy, bunten, etwas verkitschten Food-Experimenten für junge Influencer ist zwar noch hier und da ein Thema, geht aber meines Erachtens zurück und das zu Gunsten des zweiten Trends: nachhaltige, möglichst lokal produzierte Speisen und Getränke. Klimaschutz und Nachhaltigkeit machen auch vor dem Catering nicht halt.

 

Das Auge isst ja bekanntlich mit: Worauf wird immer häufiger in Sachen Deko und Anrichten/Präsentation der Speisen wert gelegt? Lassen sich da Trends erkennen?

Hier gilt gleiches wie bei der Kulinarik, auch hier ist bunt eher rückläufig, aber dennoch da. Beim Thema fair und nachhaltig ist natürlich schon seit längerem, auch bei Foodtrucks z.B., ein klarer Trend zu Bambusgeschirr etc. da – sprich weniger offensichtlicher Müll. Zum einen wird das Lebensmittel als solches wieder mehr in den Fokus gerückt (Gracing Tables etc.) und zum anderen wirkt auch das Geschirr deutlich handgemachter. Der weiße, geradlinige Teller hat schon längst ausgedient.

 

Wie schafft Ihr es, das gastronomische Angebot umweltfreundlich bzw. nachhaltig zu gestalten?

Momentan ausschließlich durch die Auswahl des Partners – momentan legen wir das Thema immer noch in die Hände des Cateringpartners. Glücklicherweise kann man sagen, dass die meisten professionellen Anbieter, vor allem hier aus Berlin, das Thema schon bedienen.

 

Lieben Dank, Carmen, für das Interview!

 

Zur Webseite und dem Angebot der Eventagentur geht’s hier lang: http://www.das-kartell.net/.