In einem mit C-Promis bespikten TV-Format RTLs konnte man es bereits live begutachten, doch hierzulande ist das Insekten essen noch weitestgehend unentdeckt. Dabei handelt es sich doch um eiweißreiche und gesunde Kost. In den Kulturen in Süd- und Mittelamerika, Asien oder auch in Afrika ist es keineswegs sonderbar, Insekten zu verzehren. Die westliche Welt tut sich noch schwer. Noch.

 

Insekten essen – ein Trend nimmt Fahrt auf

Der Weg der Insekten in unseren täglichen Ernährungsplan ist noch lang. Jedoch sind bereits die ersten Schritte getan. Auch in unserem Lieferanten-Bereich befinden sich bereits einige Händler und Produzenten dieser wirbellosen Tiere. In Europa gelten Insekten vielerorts noch mehr als Ungeziefer denn als Nahrungsmittel. Aber es zeichnet sich ein Trend ab – mehr Insekten essen. Auch die Gastronomie findet Geschmack und schwört auf Mehlwürmer, Heuschrecken und Co. Dafür gibt es auch einige gute Gründe.

 

Insekten essen – das spricht dafür

  • Großer Eiweiß-, geringer Fettanteil, dazu reich an Vitaminen und Mineralstoffen
  • Ökologisch nachhaltige Zucht aufgrund geringen Energie- und Futteraufwand
  • Deutlich geringerer Wasserverbrauch als Zucht von Rind, Schwein und Co.
  • größere Nährwerteinlage als Rind, Schwein oder Geflügel

 

Weit über Eintausend Insektenarten sind bereits zum Verzehr geeignet. Darunter fallen neben Heuschrecke, Mehlwurm natürlich auch Maden, Käfer oder gar Spinnen und Skorpione. Neben den positiven Faktoren für das Insekten essen, gibt es auch kritische Punkte. Ähnlich wie eine Fischvergiftung, kann man sich ebenso eine Insektenvergiftung zuziehen. Gegenüber dem Wildfang kann eine regulierte Zucht für Abhilfe der Problematik sorgen.

 

Quo vadis, kleiner Grashüpfer?

Hat man erstmal Geschmack gefunden und ist sich den positiven Eigenschaften bewusst, wird man schnell zum Anhänger des Trends Insekten essen. Für viele ist es bereits das Nahrungsmittel der Zukunft. Dafür sprechen der Nährstoffreichtum und die Nachhaltigkeit. Allerdings sind die Insektenzuchtbetriebe noch zu klein, um gänzlich die herkömmlichen Fleischquellen zu ersetzen. Auch gilt es noch einige Fragen zu klären und zu erforschen, bevor man die Zucht im ganz großen Stil durchführen kann. Man darf gespannt sein, was die Zukunft für Insekten und unseren Speiseplan noch bringt. Es gilt als wahrscheinlich, dass Insekten essen schon sehr bald auch hierzulande mehr als nur eine Mutprobe ist.

 

Fun Facts Insekten essen

Der rote Farbstoff Karmin findet Einsatz beim Färben von verschiedenen Lebensmitteln wie bspw. M&Ms. Liefern tut diesen Farbstoff kein geringer als die Laus. Für ein Kilogramm Karmin werden bis zu 100.000 weibliche Schildläuse gebraucht.

  • Die Erzeugung von einem Kilogramm Mehlwurm verbraucht 1 Liter Wasser. Zum Vergleich: Die Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch verbraucht 15.000 Liter kostbares H20.
  • Termiten sind die Insekten mit der längsten Lebenserwartung. Eine Königin kann bis zu 50 Jahre alt werden.

 

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