Jeden ersten Freitag eines Monats lädt die Ölmühle Leipzig zum Zapftag. Wir waren vor Ort!
Lesen Sie einen spannenden Bericht über einen passionierten Ölmüller aus Leipzig und leckeres mühlenfrisches Öl.

Patrice Wolgers Begeisterung für Essen besteht seit Kind auf. Wissbegierde und Forscherdrang trieben ihn zu einem Blick hinter die Kulissen. Er war schon immer bemüht, sich die Wertschöpfungskette einzelner Produkte zu Gemüte zu führen. So erkannte er auch, dass Lebensmittel oftmals eine sehr lange Reise hinter sich haben bis der Konsument sie in den Händen hält:

Ein Öl im Bio-Laden an der Ecke wird ggf. durch die Pressung von Sonnenblumenkerne aus China gewonnen. Ein solch langer Weg – wo es doch auch Landwirte in der Region gibt, die für die entsprechende Saat sorgen können.

Im Jahr 2014 wurde ihm die Idee in Form eines Löffels ungefiltertes, frisch gepresstes Rapsöls an einen Ölmühlenstand in Berlin wortwörtlich in den Mund gelegt. Dieser ihm unbeschreiblich gute Geschmack stärkte seinen Wunsch nach einer kleinen Ölmühle in Leipzig.

 

„Lieber um die Ecke als um die halbe Welt.“

 

So ist es kaum verwunderlich, dass er 2015 seine eigene, kleine Ölmühle gründete. Die erste seiner Art in Leipzig. Für ihn die Verwirklichung eines Traumes. Von der Region für die Region!
Lein-, Leindotter, Senf-, Raps-, Mohn- und Hanföl sind die Ergebnisse einer so ehrlichen Arbeit seines Unternehmens leipspeis. Und das schmeckt man. Wir probieren munter durch und sind begeistert aufgrund des riesigen Unterschiedes zum Supermarkt-Öl.

 

Stets frisch – das Sortiment der Öle.

 

Sein Ziel – die Belieferung des schönen Leipzigs mit seinem lokal gewonnenen Bio-Ölen. Umweltschonend, transparent, verantwortungsbewusst. Dies sind für Patrice keineswegs leere Worthülsen. Er lebt es vor.

Die notwendigen Samen zur Pressung seiner Öle bezieht er von den Feldern Sachsens und Thüringens. Neben dem herrlich schmeckenden Ölen bietet die Manufaktur ebenso Brotaufstriche und regionales Salz. Der Biohof Hartmut Müller und der Hof Landsprosse sorgen für die notwendigen Gemüse und Kräuter.

Die Lagerung geschieht direkt vor Ort neben der Ölmühle. Wichtig im Prozess der Gewinnung der Bio-Öle sind ihm eine Temperatur unter 42°C, die eine ungefilterte, schonende Abfüllung der Öle und so auch den Erhalt wertvoller Inhaltsstoffe gewährleistet. Eine Pressung im kleinen Rahmen und kleinen Chargen sorgt für stetig hohe Qualität in Aroma und frischen Geschmack.

 

leckere Brotaufstrichkreationen und Nachbars Salz

 

Transparent und weltbewusst! Leipspeis müllert frisch und feinstölig.

 

Die Nachhaltigkeit seiner Arbeit und seines Produkts erstreckt sich dabei nicht nur auf die Wahl regionaler Zulieferer, sondern ist ebenso unverkennbar in der Verpackung. Genutzt wird recyclebares Glas aus Österreich und Polen. Um einen Antransport sinnvoll zu gestalten, teilt man sich die Lieferung mit den Partnerfirmen OLI.VEN.OEL und Brotzeit Produkt. Für leipspeis reicht eine solche Lieferung für zwei Jahre. Auch der Presskuchen, der bei der Pressung als Nebenprodukt anfällt wird nicht einfach entsorgt, sondern findet als Gänsefutter wieder einen Abnehmer. In Berlin gelte es sogar als Superfood und so mancher Sportler veredele damit seine Pizza, scherzt Patrice.

 

Patrices Motto – „Frisch auf den Leipziger Tisch.“

 

Sein mühlenfrisches Öl darf dabei nicht fehlen. Neben den Bio- und Feinkostläden der Stadt ist es so nicht weiter verwunderlich, dass seine Bio-Öle ebenso den Weg in die Gastronomie der Stadt finden.

Überzeugen könnt Ihr euch direkt vor Ort. Ein „Über-Die-Schulter-Schauen“ ist hier in der Ölmühle Leipzig gern gesehen. Probiert, kostet, erfahrt und staunt, wie das frisch gepresste Öl seinen Weg vom Presswerk in das Ölfass nimmt. Dazu ist es eine schöne Erfahrung, sein Öl selbst zu zapfen, selbst zu verschließen und selbst zu etikettieren. Ein Besuch lohnt sich allemal!

 

Mehr zu leipspeis unter: https://leipspeis.de/