Wir alle haben wohl schon einmal die asiatische Weisheit „Du bist was du isst“ gehört. An diesem Zitat ist durchaus viel Wahres dran, doch es gibt ein Problem: Kaum einer weiß, was er eigentlich isst, bzw. was er essen sollte, um der zu sein, der er gerne wäre. Wie oft lesen wir in Fachartikeln über die Wichtigkeit eines Lebensmittels und in der nächsten Woche einen Beitrag über die Schädlichkeit desselben. Leider wird es immer schwieriger als „Nicht- Wissenschaftler“, der einfach nur gut und gern essen möchte, richtige Informationen über gesunde Lebensmittel und deren Wirkungsweise zu erfahren.

Gesunde Lebensmittel identifizieren

Das wirklich Gute ist oft so nah, doch die Menschen haben verlernt es zu erkennen und für sich zu nutzen.

Ich als Küchenchef vom Alpin SPA Hotel Tuxerhof im Zillertal möchte hierzu einen Beitrag leisten und den Menschen wieder die Wirkstoffe der altbekannten  Lebensmittel, Kräuter und Gewürze näherbringen.

Daher werde ich Ihnen heute, liebe Leser, eine Pflanze vorstellen, die ideal für die bevorstehende kalte Jahreszeit ist, Ihren Körper in all seinen Funktionen unterstützt und ihn mit gesunden Nährstoffen versorgt.

Kräuter als gesunde Lebensmittel

Das Gewächs, das ich euch näherbringen möchte zählt zu den beliebtesten Küchenkräutern überhaupt, wird in unseren Breitengraden aber eher zur Dekoration oder als Gewürz verwendet. Jedoch ist kaum eine andere Obst-, Gemüse- oder Kräutersorte so Vitamin C-reich wie diese:  Ein Bund hat 4 (!) Mal so viel Vitamin C wie ein halbes Kilogramm Orangen. Aber damit nicht genug: Sie wirkt auch harntreibend und entgiftet so den Körper, ist durch die Förderung der Schweißbildung gut für die Haut und gilt sogar als potenzfördernd.

Die Rede ist von der Petersilie, ein Kraut, das wir bestimmt alle schon verwendet haben, deren Wirkung aber sicherlich unterschätzt haben.

Der Anbau von Petersilie ist für alle empfehlenswert – egal ob Anfänger, Gelegenheitskoch oder Experte. Petersilie gibt es in den Varianten glatt oder kraus, wobei die glattere Petersilie etwas intensiver im Geschmack ist. Die Petersilie sollte immer frisch verarbeitet werden, da sie so die Wirkstoffe voll entfaltet. Sie dürfen sie jedoch auf keinen Fall zu lange kochen, sondern erst spät den Speisen hinzufügen, sonst verliert das Kraut ebenfalls die Wirkung.

Im Libanon beispielsweise wird die Pflanze gerne büschelweise verarbeitet und als Hauptzutat bei Salaten verwendet.

Rücken Sie diese wunderbare Pflanze doch mal mehr in den Vordergrund und betrachten Sie sie nicht nur als Würze, sondern als ein vollständiges Lebensmittel. Meine Empfehlung dazu:  Petersilien- Kren- Pesto.

Das Pesto ist in maximal 15 Minuten zubereitet, und passt perfekt zu Nudelgerichten oder Fisch, sowie als Verfeinerung von Polenta und Püree.

Was sie dafür brauchen?

 

  • 30 g Pignoli
  • 20 g Kren
  • 1 Bund Petersilie
  • 30 g Parmesan
  • 1/8 l Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer

 

Pignoli in einer Pfanne ohne Fett leicht rösten. Kren zerkleinern. Petersilienblättchen von den Stielen zupfen und fein hacken. Parmesan reiben. Alle Zutaten mischen und fertig ist das sehr gesunde Pesto.

Gesund kochen muss nicht immer großen Aufwand bedeuten, stellen Sie sich einfach einen Topf Petersilie auf den Balkon oder die Fensterbank und so haben Sie immer genug Nachschub, um Ihren Körper etwas Gutes zu tun!

Wir in der Tuxerhof Küche sind stets bemüht regionale Pflanzen zu verwenden, deren Wirkstoffe zu erforschen und daraus Rezepte zu kreieren. Unsere Kräuterexpertin im Haus gibt regelmäßig Workshops über verschiedenste Heilkräuter und deren positive Wirkung auf den Körper. Es ist uns ein großes Anliegen, altes Wissen wiederaufleben zu lassen und den Menschen weiterzugeben. Denn nur ein gesunder Mensch ist ein glücklicher Mensch. Gerne begrüße ich Sie persönlich, um Sie von unseren Kreationen begeistern zu können. Das ist Balsam für die Seele.

 

Ihr Küchenchef aus dem Tuxerhof im Zillertal

Maik