Fusionsküche ist eines der größten Trendthemen innerhalb der Kulinarik genannt.

Darunter ist die Kombination verschiedener Kulturen, Traditionen und Geschmäcker zu verstehen. Es findet eine bewusste Vermischung von klassischen regionalen und nationalen Küchen statt, um etwas einzigartiges neues zu schaffen, was einen vom Hocker reißen wird

Fusionsküche – brechen mit Tradition und Kultur

Tradition und Kultur, genauer gesagt die Esskultur, sind innerhalb der Küchen weltweit wichtige Faktoren, welche identitätsstiftend für die jeweiligen Restaurants, Kantinen und anderen gastronomischen Einrichtungen sind.

Die Fusionsküche stellt dabei eine Kochrichtung unter vielen dar. Zu Anfang wurde durch den Begriff die Kombination von landestypischen Zutaten bezeichnet, welche aus unterschiedlichen Regionen des jeweiligen Landes stammten. Ihren Ursprung hat die Fusionsküche in den USA, genauer gesagt in Kalifornien. Dort fand in den 1980er Jahren erstmal die Vermischung verschiedener Esskulturen statt, wobei die regionalen Küchen stark miteinander vermischt wurden. Am Anfang der 1990er Jahre gelangte der Trend erstmals nach Europa. Im Gegensatz zur nordamerikanischen Küche konzentrierte sich die Fusionsküche in Europa zu Beginn vor allem auf die Vermischung der europäischen- und asiatischen Küche. Und auch heute noch wird unter dem Begriff die Vermischung scheinbar nicht passender Zutaten verstanden.

Eine Prise Heimat

Eine Prise Heimat ist hierbei der Titel eines erschienen Kochbuchs, welches sich dieser Thematik im Detail widmet. Michael Kempf, Ralf Zacherl, Mario Kotaska oder Sarah Wiener führen darin unter anderem aus, was Ess- beziehungsweise Kochkultur für sie bedeutet.

Der Titel des Buches stellt dabei einen Bezug zum Inhalt dar. Es geht darum, wie Menschen aus ihrer Heimat flüchten mussten, dabei aber Gerüche und Geschmäcker nicht in ihrem Heimatland zurückgelassen haben. Das spannende Projekt versucht zu ergründen, wie diese beiden Faktoren Menschen miteinander verbindet.

Die Probanden des Kochbuchs haben sich gemeinsam auf eine kulinarische Entdeckungsreise begeben. Ziel war die Fusionierung von  Traditionen, Kulturen und Geschmäckern, um etwas Neues, etwas Kreatives zu schaffen. Herausgekommen ist ein einzigartiges Kochbuch mit vielen tollen und neuartigen Rezepten. Umgarnt werden diese mit tollen Geschichten zur Entstehung von Gerichten und anderen Einblicken.

Jedes einzelne Rezept in dem Kochbuch ist dabei während einer interkulturellen Kochbegegnung entstanden. Diese fand immer zwischen einem Spitzenkoch und einem Geflüchteten statt. Die Kombination der regionalen Zutaten und die Zutaten aus den fernen Ländern der Zugezogenen trägt dabei in ihrer Einzigartigkeit zu diesen gelungen Gerichten bei. Herausgekommen ist eine Fusionsküche, welche es in dieser Art noch nie zuvor gegeben hat.

Fusionsküche – Kochbuch für den Austausch der Kulturen

Eine Prise Heimat hat sich dabei vor allem auf die Heimat und Kultur der Beteiligten konzentriert. Den Machern war es wichtig, herauszustellen, dass Essen wie wohl kein zweites Thema sehr stark mit der eigenen Heimat verknüpft ist. Mit Hilfe von landestypischen Gerichten können Emotionen und Erinnerungen an längst vergangene Tage besonders intensiv erlebt werden.

Sind Menschen aufgrund von unterschiedlichen Umständen gezwungen, ihrer Heimat den Rücken zu kehren, so sind ihre Sprache und vor allem das Essen zu Beginn meist das einzige, was sie mitnehmen können. Dabei stellen Speisen eine besondere Art der Kulturvermittlung dar. Essen verbindet, ganz gleich woher man stammt. Somit kann Ernährung auch ein Türöffner zu anderen und zuvor fremden Kulturen darstellen.

Neben den neuartigen Rezepten der noch fremden Essenskulturen glänzt das Buch vor allem mit den individuelle Geschichten der Protagonisten. Sie berichten über ihren Werdegang, wie sie nach Deutschland gekommen sind und geben einen tiefen Einblick in ihr Inneres.

Wer sich nun für das Buch interessiert, kann sich dieses hier ganz einfach bestellen. Wir wünschen sehr viel Spaß beim Nachkochen.