Wer kennt sie nicht: die Berge von Einweggeschirr in Biergärten, beim Stadtfest, auf den Weihnachtsmarkt, beim Streetfood-Festival usw. Der unterschiedlichste Abfall wird „irgendwie“ seitens der Konsumenten entsorgt – in Ermangelung korrekter, übersichtlicher Sammelstationen. Vielmehr landet oft alles in einer Tonne und wird der Restmüllverbrennungsanlage zugeführt. Seit Jahren wird an dem Thema gearbeitet – mit mehr oder weniger Erfolg…

Wie lässt sich das Thema „Müllvermeidung“ in der mobilen Gastronomie am besten angehen?

Dieser Frage ist die Geschäftsführerin der Füllett Produktion & Vertrieb UG, Frau Marion Thiele gemeinsam mit ihrem Partner schon vor vielen Jahren nachgegangen – lange bevor das Thema „zum Trend wurde“. So entstand im damals eigenen Cateringunternehmen eine Produktidee, welche nicht nur die Produktentwicklung als solches, sondern gleich noch in Ermangelung geeigneter Backtechnik die Entwicklung eines ganz speziellen Backverfahrens nach sich zog.

Dabei stand folgender Fakt im Vordergrund: mit nur „kompostierbaren, biologisch abbaubaren Einweggeschirr“ ist dem Volumen an Müll nicht entgegenzutreten – jedes einzelne Stück kommt zwangsläufig als Müll zurück – der Abfallberg wird also deshalb nicht kleiner!

Es sei denn, es wird generell auf Einweggeschirr verzichtet und auf Mehrweggeschirr gesetzt. Was zwar erstrebenswert, aber bei den meisten Events leider kaum praktikabel bzw. betriebswirtschaftlich auf Grund der damit verbundenen hohen Kosten nicht akzeptabel ist.

Eine andere Lösung ist der generelle Verzicht auf Geschirr, in dem das Sortiment auf „Produkte auf die Hand“ ausgerichtet wird: Bratwurst, Frikadelle, Schaschlyk etc. im Brötchen, Burger aller Art, gefüllte Fladenbrote, Knobi-Baguettes usw. Nicht unbedingt alles jedermanns Sache und vor allem mit wenig Potenzial, sich als gastronomisches Unternehmen vom Mitbewerber zu unterscheiden und mehr Kunden als dieser anzulocken. Das heißt, es sind andere Ideen gefragt um Kunden/Gäste zu begeistern.

Die Idee zur Problemlösung und zur Minimierung der Abfallberge

Tatsache ist: alles was nicht wirklich verzehrbar ist, landet in jedem Falle im Müll und muss mehr oder weniger aufwendig entsorgt werden. Deshalb wurde seitens der Produktentwicklung der Fa. Füllett von Anfang an auf ein geschmacklich akzeptables, wirklich verzehrbares Produkt gesetzt. Grundlage zu dessen Herstellung bildet das dafür im eigenen Hause entwickelte und patentierte Backverfahren, mit dem Teig völlig unüblich verdichtet wird und so den Backprodukten eine wie versiegelt wirkende Oberfläche gibt – und zwar ohne jegliche Glasur/Beschichtung. Auf dieser Basis können schalenförmige Cups hergestellt werden, welche eine für Backwaren unübertroffene Feuchtigkeitsbeständigkeit aufweisen und deshalb sehr vielseitig in der mobilen Gastronomie/Eventcatering aber auch im a la carte Geschäft verwendbar sind.

Seit mehreren Jahren werden die Cups in 4 Größen unter der Marke  „Füllett“ angebotenen  und stellen als 100% BACKWARE die Alternative zu herkömmlichen ‚Bio-Einweggeschirr‘ dar. Füllett haben gegenüber diesen ‚nur‘ kompostierbaren Produkten nachfolgende Vorteile:

Verwendungsmöglichkeiten:

  • durch die verfahrensbedingt wie versiegelt wirkende Oberfläche äußerst feuchtigkeitsbeständig (befüllt lange Standzeiten im Kühlschrank!) – von MINI für Fingerfood- Snacks, bis MAXI für Suppen, Pfannengerichte, Salate, Aufläufe u. v. m.
  • kann als Basisprodukt für kreative Snackideen nochmals Mitgebacken werden

Image & Akzeptanz

  • als bio-veganes, knuspriges Produkt mit brotähnlichem Geschmack bietet das Füllett eine sehr hohe Akzeptanz beim Gast/Konsumenten
  • der Anwender (Gastronom) erwirbt sich mit dem Einsatz von essbaren Schalen bei den Gästen ein besonders positives Image als nachhaltig und ökologisch wirtschaftendes Unternehmen

Abfallproblematik

  • der Rücklauf ist nur anteilig da ein Teil der Füllett-Cups seitens der Gäste mit verzehrt wird – d. h. es ergibt sich eine reduzierte Abfallmenge
  • der bei der Entsorgung entstehende Bruch garantiert ein wesentlich geringes Volumen und die Mülltonnen werden so besser ausgelastet – damit sinken die Entsorgungskosten
  • nicht verzehrte Reste können auch als einfacher Speiseabfall auf jedem herkömmlichen Komposthaufen entsorgt werden

Das Marktangebot unter den Aspekten kompostierbar – biologisch – ökologisch – nachhaltig‘

In Hinblick auf die Herstellung von Einweggeschirr ist die Zielstellung seitens des Gesetzgebers die Schonung der Ressourcen, d. h. Minimierung des Einsatzes fossiler Rohstoffe (z. B. Erdöl, Erdgas, Kohle). Gleichzeitig geht es um eine sinnvolle Entsorgung – bestenfalls über eine Biogasanlage bei der der Kompost dem Umweltkreislauf, z. B. als Düngemittel oder in Form von Strom, wieder  zurückgeführt wird. Gleichzeitig schränkt aber die Bioabfallverordnung von 2012 die Kompostierung ‚biologisch abbaubarer Verpackungen‘ stark ein: über die Biotonne dürfen nur noch wenige Produkte entsorgt werden (z. B. Bioabfall-Beutel oder Kaffeekapseln). Verpackungen aus ‚Biokunststoffen‘ wurden so vom Gesetz her zwecks Wiederverwertung den Verpackungen aus konventionellen Kunststoffen gleichgestellt! Da stellt sich doch schnell die Frage über den Sinn und Zweck derartiger Produkte denn  MÜLL bleibt MÜLL – zumindest hinsichtlich der Entsorgung!

Ohnehin wird die ökologische Bilanz vieler als „biologisch“ vermarkteter Einwegprodukte von verschiedenen Experten und Organisationen teilweise sehr widersprüchlich und kritisch betrachtet. Dabei wird nicht nur die Herstellung und die verwendeten Rohstoffe sondern auch die Abfalltrennung und die Entsorgung als solches moniert. Zum einen weil die wenigsten Biomüll-Sortieranlagen „Öko-Produkte“ von den konventionellen Pendants unterscheiden und Erstere so als Fremdstoff aussortiert und letztendlich der Restmüllverwertung zugeführt werden. Zum anderen ist die veranschlagte Verweildauer regelkonform entsorgter Biokunststoffe bis zur Kompostierung meist viel zu kurz und bedingt eine Nachsortierung von bis dahin nicht kompostierten Müll.

Interessante Aussagen zum Thema gibt es z. B. auch aus dem Umweltbundesamtes (hier in diesem Artikel nachlesen), wonach der Präsident des UBA diese Produkte eher als „Greenwashing-Produkte“, welche das eigentliche Ziel verfehlen, bezeichnet. In dem Artikel heißt es  „… Verpackungen auf der Basis von so genannten Biokunststoffen haben unter dem Strich keine Umweltvorteile. […]“. Man argumentiert dabei mit der Versauerung der Böden und Überdüngung der Gewässer, die durch Anbau und Verarbeitung der Pflanzen (z. B. für Maisstärkeprodukte), die für Verpackungen aus biologisch abbaubaren Kunststoffen notwendig sind, verursacht werden. Weiter führt die UBA eine höhere Feinstaubemission und die Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion um Anbaufläche als Gründe an.

Das Angebot an ‚biologisch abbaubaren Einweggeschirr‘ und dessen Hintergrund

(ausführliche Infos dazu auch hier)

Palmblattgeschirr: Blätter, welche meist von Palmölplantagen stammen für die oft Regenwald gerodet wurde, für die Haltbarkeit werden weitere Zusatzstoffe benötigt

Bambusgeschirr: Der Anteil der Bambusfasern liegt bei ca. 20 – 37 %, für die Stabilität werden Polymilchsäuren oder auch gesundheitskritische Melaminharze als synthetische Kunststoffe zugesetzt.

Einweggeschirr/Pappgeschirr aus Recyclingmaterial: nachweislich gesundheitsschädigend auf Grund des hohen Gehalts an Mineralölkomponenten im Altpapier (Druckfarben etc.).

Zuckerrohrgeschirr: meist monokultureller Anbau von Zuckerrohr (z. B. in Brasilien) mit hohem Herbizid- und Pestizideinsatz; häufig wird für den Anbau dieser Plantagen Regenwald abgeholzt!

Weizenkleie-Teller: nur begrenzt feuchtigkeitsbeständig (Kleie löst sich ab und klebt z. B. am Steak!)

Kartoffel- oder Maisstärke Trays: zwecks Erhöhung der Feuchtigkeitsbeständigkeit müssen diese Artikel noch mit speziellen Beschichtungen versehen werden; ebenso wie Bambus- oder Zuckerrohrgeschirr besonders sperrige, voluminöse Produkte  (Müllsack schnell voll!)

Essbar nicht essbar?!

Fakt ist: Produkte, welche zwar ein Lebensmittel im Namen tragen, wie z. B. Maisstärke, Zuckerrohr, Weizenkleie, Kartoffelstärke u. a., sind trotzdem selbst kein Lebensmittel und nicht zum Verzehr geeignet (Herstellung durch Verpackungsmittel- und nicht durch Lebensmittel-/Backwarenhersteller!).

Unter Hinweis auf das oben schon erläuterte lässt sich zusammenfassen: diese ‚BIO-Artikel‘ wandern zu 100% in den Müll und sind damit doch recht weit vom Anspruch der Müllvermeidung, der Nachhaltigkeit und des ökologischen Gedankens entfernt!

Den Werbeversprechungen diverser Händler bezüglich der angeblichen Verzehrbarkeit derartiger Produkte sollte im Übrigen mit äußerster Vorsicht begegnet werden – spätestens bei der Berechnung des vollen  Mehrwertsteuersatzes wird diese Aussage absurdum geführt…

 

Wir sind deshalb froh, mit der Fa. Füllett einen innovativen Lieferanten im Netzwerk vertreten zu wissen und heißen alle anderen Erzeuger und Lieferanten herzlich willkommen, sich auf unsere Plattform ebenso aussagekräftig zu präsentieren.

Hier zum Bereich der Lieferanten: https://www.cookconcern.com/de/lieferanten/

Mehr zu Füllett und dem Konzept: https://www.fuellett.de/