Wenn jemand Food Festival sagt, ist das erste, was mir in den Sinn kommt, sonniges Wetter, Gras, Stände voller Menschen.

Jeder von uns mag Festivals, aber wirklich jeder? Wie sieht es aus Sicht der Darsteller aus?

Registrierung: Das ist der einfache Teil. Der Teilnehmer erfährt etwas über das geplante Festival aus unterschiedlichen Quellen. Meistens sind inzwischen die sozialen Medien dafür verantwortlich, aber auch Kollegen aus der Gastronomie oder weil man bereits im letzten Jahr teilgenommen hat. Die Registrierung erfolgt in der Regel per Online-Bewerbung. Sie werden nach der Liste Ihrer elektrischen Geräte, der vereinbarten Mahlzeiten und der Bezahlung des Abonnements gefragt. Unterschiedlichen Faktoren spielen in die Bewertung rein.

Es mag Sie überraschen, aber die Startgebühr für einige kleine Veranstaltungen ist in der Regel sehr preiswert, oftmals nur wenige Euro. Prestigeträchtige Festivals im Zentrum großer Städte hingegen können eine hohe Gebühr verlangen. Dabei muss es sich nicht mal um eine mehrtägige Veranstaltung handeln.

Das ist es, woran Sie denken müssen. Wie viele Portionen müssen Sie verkaufen, um die Startgebühr reinzubekommen.

Wenn dies keine Familienaktion ist, benötigen Sie jemand anderen. Servieren und kochen von Speisen und andere Serviceleistungen können nicht von jemand einzelnen übernommen werden. Wenn Sie Mitarbeiter benötigen, müssen Sie auch diese Kosten in die Kalkulation einbeziehen.

Sie müssen sich natürlich mit der ganzen gastronomischen Ausrüstung fortbewegen. Der Kühlschrank passt einfach nicht ins Auto, es muss mindestens ein Van sein.

Die Kosten für das Gericht bestimmen Sie selbst. Food Festivals sind in der Regel so konzipiert, dass die Besucher so viel wie möglich in kleinen Portionen probieren möchten. Dies sollten Sie beim bestimmen des Preises beachten.

Benzin, Wasserverbrauch, Strom, Lohn für Mitarbeiter und Ihre eigene Zeit. Food Festival ist nicht nur der Tag, an dem Sie hinter einem Tisch stehen und Essen verkaufen. Es ist auch die Arbeit vorm Computer, wenn Sie mit den Organisatoren kommunizieren, die Kosten fürs Essen kalkulieren, Helfer suchen oder nach Zutaten Ausschau halten. Sie werden mit Sicherheit einen Tag in der Küche stehen, um die Gerichte vorzubereiten. Am Tag des Festivals heißt es dann früh aufstehen. Und auch der Tag nach dem Event ist voll mit einigen Aufgaben. Waschen, verpacken, zurückfahren.

Die eigenen Angebote verkaufen ist harte Arbeit. Es können schöne Festivals sein, bei sonnigem Wetter, es kann aber auch vorkommen, dass Sie mit Tape das von Ihrem Stand retten müssen, was noch zu retten ist. Hierin besteht ein Anreiz, ein Abenteuer.

Sie werden immer wieder Leute treffen, die Sie in den Himmel loben und solche, die Ihnen immer und immer wieder die gleichen Fragen stellen. Food Festivals bedeuten viel Aufwand für jeden beteiligten. Alle sind extrem fokussiert und arbeiten hart für den Erfolg. Sie erhalten eine sofortige Antwort von den Kunden über das, was sie gekauft haben, und es ist nicht nötig zu sagen: Das Lob eines gut gekochten Essens wird niemals alt.