Generell stellen Ersatzmittel in Restaurants nicht zwangsläufig ein Problem dar. Vielmehr sollten Gastronomen darauf achten, die Kommunikation hierzu zu verbessern und transparenter zu gestalten.

In der Geschichte gab es bereits mehrfach Krisenzeiten, in denen Lebensmittel knapp geworden sind. Zu diesen konnten Ersatzmittel einen wertvollen Beitrag leisten, um diese Mangelsituationen besser kompensieren zu können. Bekannte Beispiele hierfür sind die Kaffee Herstellung aus Getreide und die Gewinnung von Kaviar aus anderen Fischarten. Aber auch Formfleisch und Analogkäse können in diesem Zusammenhang als Ersatzstoffe genannt werden.

Preisreduktion für Restaurants

Neben der Reduzierung von Mängeln ist vor allem der Preisdruck für Unternehmen hauptverantwortlich dafür, dass auf Ersatzprodukte zurückgegriffen wird. Dieser wird dadurch günstiger als bei den echten Pendants. So ist es den Herstellern möglich, Produkte für den breiten Massenmarkt bereitzustellen. Eines der bekanntesten Beispiele hierfür ist Wasabi. Dieser wird im Inland normal als Meerrettich produziert und anschließend grün gefärbt, um diesen dem Original näher zu bringen. Dies ist auch in soweit verständlich, als das Wasabi gar nicht in ausreichender Menge produziert werden kann, um die weltweite Nachfrage im erforderlichen Rahmen zu befriedigen.

Ein weiterer wichtiger Grund besteht darin, dass Imitate nach speziellen Kundenwünschen ausgerichtet werden können. Es ist bereits möglich, kalorienreduzierte Varianten eines Originals zu produzieren. Aber auch Farbe, Form und andere Gegebenheiten können inzwischen relativ leicht den Verbraucherwünschen entsprechend angepasst werden. Dies wird vor allem dann interessant, wenn ein Restaurant hierdurch ein Alleinstellungsmerkmal für sich selbst generieren kann.

Restaurants müssen offener kommunzieren

Am Ende muss jeder Gastronom für sich selbst entscheiden, wie er der Kennzeichnungspflicht nachkommt. Formfleisch und Analogkäse müssen dann auch als solche benannt werden. Der wichtigste Punkt hierbei ist aber natürlich Ehrlichkeit gegenüber dem Verbraucher und Gast. Wenn dieser danach fragt, sollte er auch immer eine wahrheitsgemäße Antwort des Gastronomen erhalten. Der größte Fehler besteht meistens in der Annahme, dass der Kunde einem den Gebrauch krumm nimmt. Das Gegenteil ist der Fall. Der Gast möchte das Gefühl haben, dass er nicht vorsätzlich getäuscht wird. Wenn Sie dies beachten, dann ist auch die Verwendung der Ersatzstoffe keine große Herausforderung mehr.