Emilia Eppensteiner ist als Köchin bei Adventure Catering tätig. Vielfältig erklärt sie uns ihre Sichtweise auf die Küche, ihre eigene Philosophie und gibt uns viele weitere spannenden Einblicke. 

 

Wie würdest Du Deinen eigenen Kochstil und die Philosophie dahinter beschreiben? Hast Du ein Motto?

Besonders wichtig für mich, ist die besondere Art und Weise wie ich an meine Produkte herantrete. An erster Priorität steht bei mir die gänzliche Verwertung der Zutaten und damit verbundene Konsistenzen, die man durch diese Art der Verarbeitung möglich machen kann. So kann aus einfachen Zutaten ein grandioses Gericht entstehen.

 

Welches einfache Rezept kannst Du uns skizzieren (Zutaten, Zubereitung), das Deine Arbeit repräsentiert und unsere User ausprobieren sollten?

Mein letztes Signature Dish würde ich gerne präsentieren:
Schweinsfledermaus gebacken und geschmort/ Konsistenzen vom Kürbis/ Konsistenzen von den Erdäpfeln. Bei diesem Gericht wollte ich mit der Verwendung von klassischen Produkten zeigen, wie vielfältig sie sind.

Welche aktuellen Trends siehst Du in der kulinarischen Welt? Inwieweit lässt Du Dich von Trends beeinflussen/inspirieren?

Ein großer Trend heutzutage ist das teilhabenlassen der Freunde bei einem Besuch in einem Restaurant über oziale Netzwerke. Nicht nur die Speisen, sondern die Art und Weise des Anrichten und das Ambiente im Restaurant spielen heute eine bedeutende Rolle. Essen gehen hat nicht mehr nur den Sinn der Nahrungsaufnahme. Es geht um Essen- als Erlebnis der Sinne.

 

Was würdest Du als Koch tun, wenn Geld ein Jahr lang kein Thema wäre?

Ich würde mir meinen Traum vom eigenen Restaurant erfüllen. Mein Konzept wäre ein Fine Dining Konzept mit beschränkten Sitzplätzen. Es würde saisonale und regionale Küche angeboten werden mit Einflüssen aus der ganzen Welt und es gäbe eine Menüauswahl mit den passenden Weinbegleitungen. Dann könnte ich meiner Kreativität freien Lauf lassen.

 

Wie hast Du als Koch angefangen, an welcher Kochschule? Warum hast Du Dich für eine professionelle Küche entschieden?

Ich arbeite derzeit als Köchin von Adventure Catering. Ich durfte in den Tourismusschulen Modul meine Ausbildung mit Schwerpunkt Hotelmanagement als Hotelfachfrau mit Matura im Juni 2019 abschließen. Im Rahmen dieser Ausbildung erhält man auch eine vielfältige Koch- und Servierausbildung mit abschließender Prüfung. Zusätzlich darf man währenddessen 8 Monate Berufserfahrung sammeln. Meine Praktika verbrachte ich bei Christian Petz im Gußhaus und durfte die Grundlagen seiner kreativen Küche kennenlernen. Mit Christian entdeckte ich die Freude am Kochen und ich bin bis heute unglaublich dankbar so einen großartigen Lehrmeister gehabt zu haben.

 

Viele Karrieren beginnen mit harten Momenten, in denen man darüber nachdenkt, aufzugeben. Gab es solche Momente in Deiner Karriere und wie hast Du sie überwunden? Was würdest Du heute anders machen?

Zum Leben gehören Höhen und Tiefen. Ich finde es sehr wichtig, dass man die Ziele, die man sich setzt, auch einhält. Manchmal braucht ein Projekt vielleicht länger als geplant. Aber die einzige Möglichkeit seine Ziele zu erreichen ist Disziplin und Geduld. Aufgeben war noch nie eine Option für mich.

 

Welche Situationen haben Dir in Deiner Entwicklung als Koch am meisten geholfen?

Jeder einzige Tag den ich bei Christian Petz sowohl in der Küche als auch im Service verbracht habe, gab mir die Möglichkeit Neues zu erlernen. Für diese Möglichkeit bin ich Christian unglaublich dankbar.

 

 

Was bedeutet Deine Arbeit für Dich und was kannst Du jungen Menschen mit auf den Weg geben, die mit dem Gedanken spielen, Koch zu werden?

Als Köchin muss man zu 100% überzeugt von diesem Traumjob sein. Kochen ist für mich kein Beruf, sondern meine große Leidenschaft. Genau diese Motivation ist meiner Meinung nach nötig, um den Beruf langfristig ausüben zu können ohne die Freude daran zu verlieren.

 

Wie stehst Du zur Fusionsküche?

Für mich ist die Fusionküche eine riesige Bereicherung für jede Küche. Mit Einflüssen aus der ganzen Welt, mit dem Spielen lassen von anderen- nicht so üblichen z.B.: Säurekomponenten, kann aus einem Gericht viel mehr herausgeholt werden. Eines meiner Lieblingsprodukte ist Yuzu Saft. Die japanische Zitrone bietet mit ihrem herben leicht bitteren- jedoch auch leicht saurem Geschmack eine tolle Möglichkeit, Gerichte noch einzigartiger schmecken zu lassen.

 

Welches ist Deiner Meinung nach das beste Streetfood?

Eines meiner Lieblingsstreetfoods sind Bao- Buns. Diese gedämpften Burgerbrote sind nun sogar auch schon in Wien erhältlich. Das richtig gute Street Food zeichnet sich für mich aus, dass es leicht und einfach zum Essen ist und voller Geschmack ist.

 

Als innovativer Koch braucht man ehrliches Feedback. Woher bekommst Du das?

Feedback ist für mich das Allerwichtigste. Wenn den Gästen das Essen nicht schmeckt, dann ist es für mich besonders wichtig diese Rückmeldung zu erhalten. Sehr gerne bekoche ich meine Freunde und Familie mit meinen neuen Gerichten, um so ehrliches Feedback zu erhalten.

 

Wo auf der Welt möchtest Du gern als Koch arbeiten?

Mein großer Traum ist es, nach meinem Studium international in Restaurants der Top 50 zu arbeiten. Ich freue mich schon darauf, neue Möglichkeiten in Angriff zu nehmen.

 

Gesunde Ernährung und Verständnis für Ernährung: Gibt es erste Tendenzen diesen Ansatz bereits jungen Menschen zu lehren und gar als Schulfach zu etablieren?

An meiner Schule wurde zwei Jahre lang Ernährung unterrichtet. Im Rahmen dieses Unterrichts erhält man auch Lebensmittelkunde. Ich finde Ernährung ist ein wichtiger Teil der Allgemeinbildung und sollte an jeder Schule eingeführt werden.

 

Worauf legst Du in der Küche wert, was Technik betrifft?

Mir ist in der Küche besonders wichtig, dass man so viel wie möglich vom Produkt verwertet. Bei Gemüse die Schalen, beim Fleisch die Parüren. Aus jeder dieser Zutat können erstklassige Fonds gemacht werden und können so erheblich zum Geschmack der Gerichte beitragen.

 

Welche Materialien und Zutaten stehen bei Dir hoch im Kurs?

Ich versuche beim Kochen so viele Produkte wie möglich zu verwenden, die nachhaltig angebaut werden. Sehr gerne verwende ich auch das ganze Tier. Besonders gerne bei Geflügel. Generell kann man so „Food Waste“ vermeiden und das wird in der Zukunft noch sehr wichtig werden.

 

Wie wichtig ist das Team, worauf kommt es hier an?

Ohne Team ist man in der Küche verloren. Auch das optimale Zusammenspiel von Service und Küche hat oberste Priorität für einen gelungenen Service. Außerdem kann man mit Teamarbeit mehr erreichen und die Arbeit macht noch mehr Spaß.

 

Welche Werte zählen für Dich beim Arbeiten in der Küche?

Für mich ist die Arbeitsatmosphäre sehr wichtig. Als eingespielte Crew kann man ein Top Service abliefern. Mit gutem Service hat man zufriedene Kunden und dies ist natürlich das Allerwichtigste.

 

Vielen Dank Emilia für Deine Zeit.

 

Wir sind mehr als einfach nur ein Lieferdienst der Essen bringt und auf einem Buffet aufstellt. Natürlich ist und bleibt unser Kerngeschäft die Bereitstellung von Speisen und Getränken – nichtsdestotrotz sehen wir uns als Teil eines großen Ganzen. Von der gemeinsamen Besichtigung einer passenden Location, über das Probeessen in unserem Betrieb bis hin zur Eventbetreuung vor Ort und der Empfehlung und / oder Abstimmung sämtlicher weiterer Dienstleister, welche Sie für Ihren Event gebucht haben – am Ende sehen wir es als unsere wichtigste Aufgabe zu einem rundum gelungenen Event beigetragen zu haben, das Sie noch lange in positiver Erinnerung behalten werden! Erfahren Sie hier mehr.