Lieferservices wie Foodora, Deliveroo oder UberEATS haben es vorgemacht: das Restaurant der Zukunft ist nicht länger auf eine eigene Logistik angewiesen. Die Vielfalt hat dabei in den letzten Jahren enorm zugenommen und so landet nicht länger nur Pizza oder Sushi im Wohnzimmer der anspruchsvollen Kundschaft. Der Trend zeigt auch hier, das Essen zunehmend nicht nur satt machen soll, sondern auch im eigenen Heim ein besonderes Erlebnis bieten muss. Und so bringen die Lieferservices und die Coworking-Küche das Essen jetzt auch aus dem Lieblingsrestaurant nach Hause.

Food-Lieferservices und das ungenutzte Potential

Als Gastronom kann das vor allem im urbanen Großstadtgeschäft eine wichtige Option sein, Gäste zu gewinnen und zu binden. Alles jederzeit überallhin geliefert zu bekommen, ist dabei ein Lifestyle, der noch lange nicht sein volles Potential ausgeschöpft hat. Davon kann jetzt aber auch fast jeder Küchenchef profitieren – selbst dann, wenn dieser (noch) kein eigenes Restaurant besitzt und seine Künste per Coworking-Küche an den Kunden bringen muss.

Wenn Du als Mietkoch oder im Catering unabhängig arbeiten willst, brauchst Du eine geeignete Küche und Ausstattung, um nach allen Regeln der Kunst zu kochen. In eine eigene Kücheninfrastruktur zu investieren, lohnt sich natürlich nicht für jeden Koch, der gerade die ersten Schritte in die Selbständigkeit macht. Aber auch dafür gibt es auf dem Gastronomiemarkt eine wunderbare Lösung: Nicht nur Büros, sondern auch Küchen kann man teilen: Coworking-Küchen sind eine geeignete Möglichkeit, sich Ressourcen mit anderen Köchen zu teilen und sein eigenes Konzept weiter zu entwickeln. So kann man für alle Anlässe und Events in Profi-Küchen arbeiten.

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Coworking-Küche als Startbasis in die Selbständigkeit

Egal ob Du Dein professionelles Kochtalent beim Catering für Veranstaltungen und Familienfeste ausbaust, als Mittagskoch von Deiner Catering-Küche aus Firmen belieferst oder sogar Dein eigenes Online-Restaurant betreibst:

Du kannst Deine Menüs nach eigenem Können und Belieben zusammenstellen und kochst dabei kostengünstig in einer Coworking-Küche. Deine Kreationen kannst Du dann auch mit einem Lieferdienst zu den Kunden bringen lassen. So musst Du für Dein Restaurant noch nicht einmal einen eigenen Gastraum zur Verfügung stellen. Das Gastro-StartUp Bongour zum Beispiel versucht, in diesem Feld Köchen alles aus einer Hand zu bieten: Eine Mietküche, Lieferlogistik und das Marketing.
Mithilfe von Coworking-Catering-Küchen und Lieferservices lässt sich also schon mit wenig Mitteln ein eigenes Gastro-Konzept verfolgen und hilft bei den ersten Versuchen, mit Kochen selbständig Geld zu verdienen.

von Susanne Voigt