Dies sind Zeiten der Prüfung für die Menschheit. COVID-19 hat den Menschen große Not gebracht und Geschäfte und Dienstleistungen in der ganzen Welt gestört. Thailand bildet da keine Ausnahme, und auch unser Gastgewerbe ist davon betroffen.

Der MERS-Ausbruch traf uns 2012 zwar hart, aber er bereitete uns nicht auf die enormen Hindernisse vor, die COVID-19 mit sich brachte, so dass die Ankunft internationaler Besucher in Thailand in den ersten 20 Märztagen um 91,15 Prozent zurückging. Obwohl dies für das Gastgewerbe einen Alptraum von noch nie dagewesenem Ausmaß darstellte, haben wir auch erlebt, wie sich Geschäftsinhaber und Kunden mit Ausbrüchen von Großzügigkeit vereinten, um sich gegenseitig zu helfen und die Moral zu heben.

Da Menschen auf der ganzen Welt zu Hause bleiben, um die Kurve zu glätten, nutzen renommierte Köche wie Massimo Bottura und José André die Gelegenheit, kostenlose Online-Kochkurse zu veranstalten, um uns allen zu helfen, als versiertere und selbstbewusstere Köche aus der Quarantäne herauszukommen. Viele Spitzenrestaurants und -bars haben sich dazu entschlossen, Lieferungen anzubieten, und in Bangkok findet man jetzt Zwei-Michelin-Sterne-Restaurants, die Drei-Gänge-Mahlzeiten in Takeaway-Behältern anbieten.

 

Strenge Sperrmaßnahmen und eine Regierungsverordnung, die den Lebensmittelverkäufern die Mitnahme und Lieferung von Lebensmitteln verbietet, haben das Gastgewerbe der Stadt, das in großem Umfang Personal entlassen musste, stark belastet. Glücklicherweise suchen die Menschen im Gastgewerbe nach neuen Wegen, ihren Mitbürgern zu helfen. Angeführt wird diese Aufgabe von Deepanker „DK“ Khosla, dem Chefkoch und Besitzer von Haoma, einem innovativen städtischen Bauernhof-Restaurant im Herzen Bangkoks. Seine Spendenaktion „NoOneHungry“ soll dazu beitragen, Zehntausende von arbeitslosen Arbeitern zu ernähren, die darum kämpfen, über die Runden zu kommen. Seit dem 6. April hat die Spendenkampagne von Chef DK über 300.000 Baht (9130 USD) von 104 Unterstützern gesammelt, und er hofft, in naher Zukunft die Millionengrenze zu überschreiten. (Um Ihre Rolle zu spielen, besuchen Sie hier).

Wenn Sie sich selbst ernähren und gleichzeitig lokale Bauern unterstützen wollen, sollten Sie Bo.lan’s neue CSA (Community Supported Agriculture) Box in Betracht ziehen. Das mit Michelin-Sternen ausgezeichnete thailändische Feinschmeckerrestaurant sucht nach einer Möglichkeit, sich um sein Personal und seine unermüdlichen Lieferanten zu kümmern, und hat sich der Lieferung von Lebensmitteln zugewandt – mit einer extra nahrhaften Wendung. „Wir versuchen, genauso viel zu bestellen, wie wir normalerweise von Bauern und Produzenten kaufen würden. Es geht nicht nur darum, ihnen zu helfen, sondern wir können nicht verhindern, dass Pflanzen wachsen oder blühen, und die Produkte wegzuwerfen ist keine Option“, sagte Dharath Hoonchamlong, Umweltmanager von Bo.lan. „Wir suchen also nach Wegen, wie wir die Verteilung aller Produkte an die Kunden unterstützen können. Unsere CSA-Box liefert hoch nahrhafte, gesunde Lebensmittel direkt zu Ihnen nach Hause“. Für 800 Baht erhalten die Kunden einen Karton mit Obst und Gemüse aus lokalem Anbau, das bei sachgemäßer Lagerung mindestens drei Tage haltbar ist, sowie drei Rezepte, die sie befolgen müssen, um das Beste aus ihren frischen Produkten herauszuholen. Die Kiste wird jeden Mittwoch und Samstag geliefert, wobei sich die Rezepte je nach den von den Landwirten erhaltenen Produkten ändern. Haben Sie keine Lust, selbst zu kochen? Keine Angst, Bo.lan bietet auch Mini-Mahlzeitkisten zum Preis von 850-1.500 Baht an.

 

Auch die Bars in Bangkok haben einen schweren Schlag erlitten, aber viele Geschäftsinhaber sind auf dem Vormarsch, nicht nur durch das Angebot von Mitnahme- oder Gratislieferungen, sondern auch durch „Pay-it-Forward“-Gutschein-Aktionen für treue Kunden. Zu den Top-Bars, die solche Initiativen einführen, gehört Tropic City, Charoenkrungs gefeierte tropische Cocktail-Bar, die Getränkegutscheine im Wert von 1.000 bis 5.000 Baht verkauft, die bei Wiedereröffnung der Bar zu Rabatten von bis zu 1.500 Baht führen werden. Ähnlich verhält es sich mit dem Vesper, das 2019 in der Liste der 50 besten Bars Asiens den 26. Platz belegte und Gutscheine ab 2.000 Baht bis hin zu 50.000 Baht anbietet.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Covid-19-Pandemie nicht der einzige Kampf ist, den wir derzeit führen, denn seit über einem Monat wüten in den nördlichen Regionen Thailands Waldbrände. Als Reaktion darauf verkaufte Ku Bar, eine versteckte Cocktail-Bar in der Altstadt, Pflaumenwein und einen speziellen Pflaumencocktail per Lieferung, wobei 100 Prozent des Erlöses – rund 10.000 Baht – in Hilfsfonds für COVID-19 und die Waldbrände in Chiang Mai flossen.

Auch wenn im Kampf gegen COVID-19 ein harter Weg vor uns liegt, so ist es doch beruhigend, dass in Zeiten des Kampfes so viele Menschen und Unternehmen zum Wohl der Allgemeinheit an einem Strang ziehen können.
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Kampf gegen Corona

Haoma: www.facebook.com/HaomaBKK/
Ku Bar: www.facebook.com/ku.bangkok
Vesper: www.facebook.com/vesperbkk/
Bo.lan: www.facebook.com/BolanBangkok/
Tropenstadt: www.facebook.com/tropiccitybkk/