Ist es vorstellbar, dass die beliebteste Exportfrucht, die Banane, ausgerottet wird? Leider ja, wie die zurückliegenden Monate gezeigt haben. Die Ursache hierfür ist eine Seuche, welche die Banane heimsucht. Im Zuge dessen sind Forscher inzwischen darum bemüht, eine Superbanane zu züchten, die diesen Einflüssen widerstehen kann. Müssen sich Restaurants wohl möglich auf eine Veränderung einstellen?

Die unsichtbare Gefahr für die Banane

Fusarium oxysporum f. sp. cubense. So lautet der lateinische Name des heimtückischen Pilzes, der zur Zeit Bananen Farmer auf der ganzen Welt in Angst und Schrecken versetzt. Besser bekannt ist dieser unter der Bezeichnung Panama-Krankheit oder Tropical Race 4.

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen hat die Bedrohung bereits erkannt. Sie rief dazu auf, Maßnahmen zu ergreifen, die die Vernichtung der weltweiten Bananenernte verhindern soll.

Die Experimente der führenden Wissenschafter sind dabei besonders erschreckend. Kleinste Konzentrationen der Sporen reichen aus, um die Bananenpflanzen zu infizieren. Dementsprechend konnte sich der Pilz in den letzten Jahren nahezu spielerisch über die gesamte Welt verbreiten.

Dabei wirkt sich vor allem die Beliebtheit der Banane negativ auf diese Entwicklung aus. Kleinste Mengen des Pilzes verbreiten sich in Bananenkisten oder an der Kleidung der Arbeiter vor Ort und gelangen so an jeden Fleck der Erde.

Eine globale Bedrohung

Es ist relativ schwierig, einen Staat ausfindig zu machen, der noch nicht von den Auswirkungen betroffen ist. Taiwan, Indonesien, die Philippinen, aber auch Australien und China sind hiervon betroffen. Dabei wurde der Pilz bereits am Ende der 80er Jahre identifiziert. Dies zeigt deutlich, wie schwierig es ist, dieser Lage Herr zu werden. Innerhalb eines Jahres wurde in Indonesien beispielsweise eine Fläche mit 100 Kilometern Länge befallen. In Australien warnen Hinweisschilder inzwischen aktiv vor dem Risiko. Allerdings tragen dort, wie in anderen Staaten auch, Wanderarbeiter und Backpacker die Seuche von einer zur nächsten Farm.

Die Jagd nach dem Erreger gleicht weniger einem Sprint, als mehr einem Marathon. Die Forscher reisen hierfür rund um die Welt, um weitere Ursachen und mögliche Mittel zur Eindämmung zu identifizieren. Wir alle gemeinsam können nur hoffen, dass ihre Arbeit von Erfolg geprägt sein wird.