Wohlmöglich wird für den griechischen Koch Christodoulos Pedes bald ein Traum wahr werden: Vor wenigen Tagen wurde ihm eine Stelle als Sous Chef in der Küche eines Emirs in Katar angeboten. In einem Interview verrät er uns, welche Etappen er als Koch und später vor allem als Privatkoch ging.

Der Anfang als Koch

Warum hast du dich dafür entschieden, Koch zu werden?

Ich entschied mich dafür, weil ich als kleines Kind geliebt habe, zu kochen. Nach der 9. Klasse lernte ich in einer öffentlichen Kochschule und bekam dort meinen ersten Abschluss.

Wo fing deine Karriere als Koch an?

Meine ersten Noten als Koch erhielt ich in der ersten Schule, welche sich in der Hauptstadt von Kreta, Heraklion, befindet. Danach absolvierte ich ebenfalls in Heraklion ein Praktikum in einem fünf Sterne Hotel. Ein Jahr später stellte mich meine Schule einem anderen Hotel vor.

Was war dein erster Eindruck nach dem Beginn in der Kochschule?

Mein erster Eindruck vom Kochen war nicht der Beste. Anfangs kamen zu viele Informationen und Techniken auf mich zu, die mich im ersten Moment überforderten. Im Laufe der Zeit und mit viel Übung kam dann aber die Routine und die Erfahrung, die meine Karriere bereicherten. 

Wenn Sie Ihr eigenes Restaurant eröffnen würden: wo befände sich dies und in welche kulinarische Richtung würde es gehen?

Ich würde gerne ein Restaurant in London eröffnen, welches mediterran molekulare Gerichte anbietet, die in einer modernen Küche zubereitet werden.

Was war dein erster Eindruck, als du als Koch anfingst, im Ausland zu arbeiten?

Mein erster Eindruck war sehr gut. Ich arbeitete in England und verließ dieses Land mit einer Fülle an Erfahrungen und Wissen.

Der Beruf als Privatkoch

Wie kamst du auf die Idee, Privatkoch zu werden?

Ein ehemaliger Kollege wurde von einem Geschäftsmann beauftragt, in seiner privaten Villa in Mykonos für ihn zu kochen. Das brachte mich auf diese Idee.

Hast du als Privatkoch die Freiheit, die Speisekarte deinen Vorstellungen anzupassen?

Sowohl als Privatkoch als auch als Koch in einem Restaurant hast du die Aufgabe, deine Kunden und deren verschiedenen Geschmäcker und Vorlieben zufriedenzustellen.

Was sind Vor- aber auch Nachteile eines Privatkochs? 

Als Privatkoch muss man nur für wenige Personen kochen, sodass mehr Freiraum für das Ausprobieren von neuen und kreativen Gerichten vorhanden ist. Negativ ist, dass ich wegen der individuellen Kunden auch außerhalb meiner geregelten Arbeitszeiten arbeiten muss. 

Kulinarische Gerichte und Zutaten in verschiedenen Regionen

Inwieweit werden deine Gerichte von der griechischen Küche beeinflusst? 

Der Einfluss der griechischen Küche bleibt weiterhin bestehen, da diese exzellente Zutaten und Gerichte aufweist. Der einzigartige Geschmack inspirierte mich, neue griechische Speisen zu kreieren.

Was sind die aktuellen Trends beziehungsweise Veränderungen in der modernen griechischen Küche? 

Die moderne Küche basiert auf den traditionellen griechischen Gerichten. Zum Beispiel produzierten wir Öl aus Mais. Es sind viele Veränderungen zu verzeichnen. 

Wie gestaltet sich das Leben in Katar?

Vor vier Tagen bekam ich das Angebot, als Souschef für einen Emir in Katar zu arbeiten. Bis jetzt warte ich auf die offizielle Genehmigung des Palasts. 

Gibt es dort eine Vielzahl lokaler Zutaten, oder kommt die Mehrheit aus dem Ausland?

Vom Manager in Katar erfuhr ich, dass es dort eine große Vielzahl an Kräutern und Fischen gibt, welche durch das warme Wasser des Indischen Ozeans vor allem tropisch sind.

Was empfiehlst du den ausländischen Köchen, die im Nahen Osten arbeiten beziehungsweise  Erfahrungen sammeln wollen?

Als erstes würde ich jeden in der Idee bestärken, im Nahen Osten zu arbeiten. Es ist eine gute Gelegenheit, um die verschiedenen Gerichte und Gewürze kennenzulernen. Ebenso gibt es dort aufgrund der verschiedenen Regionen vom Indischen Ozean bis zum Mittelmeer verschiedene Geschmäcker, Traditionen und Aromen.